Mein erster Waxprint Maxirock

Heute geht’s weiter beim gemeinsamen rocken äh Rock nähen.

Der ersten Maxirock aus Waxprint ist fertig und ladet demnächst auch in meiner Waxprint-Verlinkungsaktion. Das Nähen ging wirklich fix, auch weil der Rock kein Futter hat. Irgendwie drücke ich mich immer um das Futter einnähen bei Röcken und dann dauert es immer länger als nötig. Kennt ihr das?

Beim Maxirock wollte ich aber von vornherein kein Futter einnähen und so ging’s echt schnell.
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Eigentlich habe ich erstmal einen Proberock genäht, um zu testen, passt Waxprint zu diesem Schnitt und passen Maxiröcke überhaupt in mein Leben.
Vom Schnitt bin ich begeistert, der Rock sitzt super und trägt sich angenehm. Im Heft gab es nur Größe 40 und da ich meist 42 trage, habe ich eine großzügige Nahtzugabe beim Zuschneiden gelassen. Das war nicht nötig. Diese zusätzliche Nahtzugabe habe ich dann nach dem ersten Anpassen wieder rausgenommen.
Einzige Änderung,: Den Reißverschluss habe ich in die Seitennaht verlegt, da sitzt er bei mir immer besser. Für den Alltag taugt die Länge auch, ein Test bei der Arbeit steht noch aus. Was mich aber gerade beschäftigt ist, ob dieser Schnitt mit den vielen Teilungsnähten für dieses noch geplante großen Muster geeignet ist.
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Beim ersten Rock habe ich mich überhaupt nicht darum gekümmert, ob die Muster an den Nähten zusammenpassen.
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Hier sieht man nochmal genau wie das Muster an den Nähten nicht zusammenpasst.
Tja und dann hab ich letzte Woche the Great British Sewing Bee geschaut. Waxprint war auch da ein Thema. Und seitdem erscheint mir meine Muster Verarbeitung bei dem Rock mehr als stümperhaft. Bei dieser Schnitt-und-Stoff-Kombi ist es zumindest für mich unmöglich den Musterverlauf passend hinzubekommen. Und ich weiß nicht, wie sehr es mich stören würde, wenn es so gar nicht passt.
Deshalb zögere ich den zweite Rock zuzuschneiden. Ja, ja, ich hab echte Luxusprobleme. Aber vielleicht werde ich es einfach versuchen, was meint ihr?
Oder soll ich lieber diesen Stoff  für den Maxirock nehmen, da er eh schon Patchworkmäßig aufgebaut ist, brauche ich auf keinen Musterverlauf zu achten.
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Oder vielleicht finde ich in meinem Fundus noch einen passenderen Stoff.

Und es liegen schon zwei zugeschnittene kurz Röcke hier:

Links ein A-Linien Waxprint Rock, rechts ein Bleistiftrock.

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Beide im ersten Sew Along Motivations Flow letzten Sonntag zugeschnitten. Jedoch sollen /müssen beide gefüttert werden und deshalb bedeutet das Nähen etwas mehr Angang für mich. Ich weiss, wie bekloppt ist das eigentlich. Aber nächstem Sonntag ist Nähkränzchen und spätestens da wird die Futterhemmung bezwungen.

Meine Nähzeit ist in den nächsten Wochen ansonsten beschränkt. Deshalb bin ich mir nicht sicher, welche der geplanten Röcke bis zum Finale fertig werden. Aber ein guter Anfang ist gemacht, das war Sinn der Sache.

Hier geht’s heute nicht nur mit den Zwischständen der anderen, sondern auch mit Sybilles genialem Rock-Tutorial weiter. Ganz schön viel Arbeit hat sie sich dabei gemacht. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle dafür.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.

21 Gedanken zu „Mein erster Waxprint Maxirock“

  1. Ups, in der Vorschau dachte ich an einen Zwillingsstoff zu meinem Jacquard. Dann sind die Stoffe aber doch total verschieden. Zumindest kommen beide aus der selben Farbfamilie.

    Den Waxprint finde ich super als Maxirock. Schön luftig, sommerlich und fröhlich. Gute Kombimöglichkeiten mit Oberteilen. Bin gespannt, wie er getragen aussieht.
    Schönen Sonntag,
    Astrid

  2. Super schöner, bunter und sommerlicher Rock, gratuliere zu so einem schönen Stück!
    Was deine Frage zum pattern matching angeht würde ich immer raten hör auf dein Bauchgefühl. Der Rockschnitt fällt unter der Hüfte weit, wenn man sich darin bewegt und der Stoff hin und her schwingt, kann man dann noch sehen ob das Muster genau aneinander passt? Außerdem muss es Patrick nie erfahren. 😉

  3. Der Maxirock ist ja schön und der Stoff, der gefällt mir so sehr, da hadere ich glatt mit meiner Musterschwäche.
    Liebe Grüße
    Sylvia

    1. Beim nächsten Waxprintladenbesuch denke ich an dich un dann nähen wir deine Musterschwäche weg. Wäre doch gelacht.
      LG Karin

  4. Eine schwierige Frage – die Nähte sind ja vor allem im Rückenteil, vielleicht bekommt man es hin, dass wenigstens an der Hälfte der Musterverlauf passt? Wobei ich zugeben muss, dass ich vor der 1. Staffel Sewing Bee nie über so ein exzessives Musteranpassen nachgedacht habe – in deutschen Nähbüchern kommt das nicht vor, ich kannte das nur aus Shaeffers „Couture sewing techniques“, und da stehen sonst nur überkandidelte Sachen drin. Also kein Maßstab. Vielleicht sollte man sich einfach nicht so nen Kopf machen. Im Bus habe ich heute einen kleinen Jungen mit einer breit gestreiften Sweatjacke gesehen, da haben die Streifen nirgends gestimmt, nicht an den Seitennähten und nicht an an de Raglannähten – Kaufkleidung eben.

  5. Bei deinem Rock auf dem Foto oben sehe ich an keiner Stelle, dass das Muster nicht zusammen passt (aber anscheinend sind die Nähte hinten?). Ich finde es auch sehr schwierig, das gut hinzukriegen, bin da aber eher auf Patricks Linie und merke, wenn was nicht passt und dann stört es mich auch. Bei kleinen Mustern weniger als bei großen Mustern, an der Seite unter den Armen weniger als vorne oder hinten, eben abhängig davon, wie sichtbar es ist. Ich würde für das andere Teil wahrscheinlich eher den patchworkartigen Stoff nehmen. Der ist auch toll, habe ich garnicht gesehen.

    Der Rock sieht jedenfalls toll aus, den Stoff gab es ja auch noch in einer anderen Farbkombi, wie ich letzten Montag gesehen habe, ein wirklich schöner Stoff. LG Anja

  6. Ich habe das Gefühl, dass ich mich langsam an die Waxprints gewöhne, die ich vor einem Jahr noch ganz schrecklich fand. Ich fürchte, bald will ich auch einen Rock daraus………

  7. Ich würde auch eher den patchworkartigen Stoff nehmen. Bei anderen finde ich es nicht schlimm, wenn Muster nicht ganz passen, aber ich selber würde mich ärgern, wenn das Muster an den sichtbaren Stellen nicht passt. Obwohl es eigentlich Quatsch ist. Hauptsache es wird ein Teil, dass nicht im Schrank bleibt, sondern viel getragen wird. Dein erster Maxi-Waxprint Rock ist auf jeden Fall sehr schön!
    LG Rita

  8. Mit dem Musterverlauf muss ich auch noch kämpfen. Das wird bestimmt lustig. Deinen Maxirock finde ich toll. Ich finde lange Röcke immer etwas schwierig im Alltag, da ich viele Treppen steigen muss.
    LG Monika

  9. Schreibe ich oder schreibe ich lieber nicht. Ich schreibe und zwar, dass ich mich als Streber oute. Ungleiche Musterübergänge mag ich nicht und werkele so lange daran rum, bis ich damit leben kann. (Und das kann manchmal dauern.)
    Ich hoffe, dass auch meine Meinung akzeptiert und nicht sofort verrissen wird.
    LG Martina

    1. Liebe Martina, alle Meinunge sind willkommen, vielen Dank für deine Ehrlichkeit. . Aber wie machst du, dass das Muster gut passt, wenn du noch anpassen mußt oder es so blöde Rundungen im Schnitt gibt? Das würde mich von der Technik echt interressieren. Vielleicht schreibst du mal was dazu. Das würde mich echt freuen.
      LG karin

      1. Natürlich wird man bei Rundungen keine 100 %ige Übereinstimmung erlangen, aber es gibt – wie soll ich sagen, ohne lehrerhaft herüberzukommen – Richtlinien/Erfahrungswerte. Zum Beispiel sollte das Muster am unteren Rand -ringsrum- eine Höhe aufweisen. Dadurch kann sich das Muster gleichmäßig nach oben hin aufbauen.
        Wenn es möglich ist, arbeite ich bei Musterstoffen ohne Seitennaht. (Dies geht natürlich nur bei geradegeschnittenen Röcken – ist klar.) Bei ausgeschnittenen Röcken lege ich den Fokus auf die klar ersichtlichen Teile. Meistens ist das das Vorder- und das Rückenteil. Wenn die Seitennähte in den Fokus rücken, schiebe ich die Stoffteile so lange auf dem Stoff herum, bis es mir gefällt. (OK – die Methode ist zwar stümperhaft, aber zielführend – jedenfalls für mich. ;)) Ach ja, zum Thema Streber: Wenn ich mir schnitt- und passformtechnisch nicht sicher bin, fertige ich einen Proberock und wenn es schnellgehen soll, den erforderlichen Futterrock an.)

        So, das war jetzt ganz schön viel Text, aber ich hoffe, dass es meine Vorgehensweise ein bisschen erklärt.
        LG Martina

        1. Hallo Matina, vielen Dank für diese ausführliche Erklärung. Da kann ich auf jeden Fall etwas mit anfangen. Du könntest mal einen Muster sew along mit tollen erklärungen machen. Das meine ich ernst und finde es gar nicht streberhaft.
          LG Karin

  10. Was für ein toller SToff bei Deinem „Proberock“. Der ist richtig klasse. Beim Patternmatching bin ich sehr viel anspruchsvoller geworden vor allem wenn ich ahne, dass es mich hinterher ärgert. Bei einem Urlaubsrock würde ich nicht extrem viel Aufwand betreiben, bei einem Rock den ich zur Arbeit oder zum Besuch bei der Familie anziehe allerdings schon. Ähnlich wir Martina ortientiere ich mich bei ungleichen Schnitteilen an der unteren Saumkante, bzw. dem unteren Teil des Rockes. Dort bleibt der Blick des Betrachters hängen. Meine Schnitteile sind aus Folie, da male ich mir die notfalls sie Musterübergänge auf. Dein Patchworkstoff ist herrlich bunt und kleinteilig, da muss man nach meiner Meinung das Pattern Matching nicht überteiben, bei großflächigen Mustern ist das für mich wichtiger. LG Kuestensocke

  11. Ich bin ja auch für Musteranpassung – aber beim Maxirock wirst du wohl dank der Hüftkurve in der Seitennaht nicht alles passend hinbekommen. Vielleicht kann eine Paspel oder ein aufgenähtes Band helfen?

    1. Die Idee mit der Paspel kam mir gestern abend spät auch, das wäre eventuell eine Möglichkeit zum einen den interessanten Schnitt sichtbar zu machen und zum anderen auch die schwierigen Übergänge ganz bewusst zu nutzen. LG Kuestensocke

  12. Der Maxirock sieht toll aus. Ich drücke mich auch immer vor dem Futterstoff, gerade auch bei meinem jetzigen Projekt… Deswegen habe ich einen separaten Unterrock genäht, mal schauen ob es funktioniert.
    Auf die andern Röcke bin ich sehr gespannt.
    Liebe Grüsse
    Angy

    1. Schön, dass ich mit dem Futter Problem nicht alleine bin. Separate Unterröcke machen sich bei mir immer selbständig und lucken unterm Rock hervor. Hätte sie irgendwo befestigen müssen. Bin gespannt auf deine Erfahrungen damit.
      LG Karin

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