Jeansrock

Mir ist weiterhin zu kalt. Das ist jedoch eine perfekte Zeit für einen Jeansrock. Denn Jeansröcke gehen ja irgendwie immer.

Einen Jeansrock mit einem Reißverschluss vorne habe ich mir immer gewünscht und bei Stoff und Stil das richtige Schnittmuster gefunden: Nummer 21035-44

Der Rock ist schnell genäht. Das Schwierigste bei der ganzen Sache fand ich, die richtigen Schnittmusterteile zu finden. Die Eingrößenschnitte von Stoff und Stil sind aus  Vliece gestanzt und sofort fertig zum Loslegen. Jedoch muss man erst herausfinden,  welches Schnittmusterteil  welches ist, weil sie nicht beschriftet sind. Normalerweise kein Problem, aber bei diesem Rock sind die Teil recht ähnlich. Eine Einkerbung unterscheidet das eine Teil vom anderen. Ich hab’s gefunden.

Einzige Änderung beim Schnitt, von der Hüfte Richtung Taille habe ich die Nähte  jeweils einen Zentimeter verbreitert, so dass der Rock Richtung Taille schmaler wurde. Zuerst habe ich den Rock komplett zusammengenäht, angepasst und dann erst das Topstichung gemacht. Auch an den Seitennähten, wo keine hingehören. Dafür ist mir dann für die obere Saumnaht das Garn ausgegangen. Und als ich bei Alfatex in der Kölner Innenstadt neues kaufen wollte, hatte man aus diesem erstmals schönen Stoffladen ein Ramsch-Outlet gemacht, mit wirklich viel Ramsch und keinen schönen Stoff en mehr. Ich bin jetzt noch entsetzt. Eine schöne Stoffquelle weniger.

Der Rock ist aus mittelschwerem leicht strechigem Jeansstoff. Ich kann mir den Schnitt aber auch gut aus anderen Stoffen vorstellen.

Innen hat er nur einen Beleg aus nicht dehnbarer Baumwollt, ganz brav mit Vliece bebügelt.

Dazu trage ich – Achtung – ein Kaufshirt. In Punkto Oberteil bin ich gerade etwas frustriert und da blieb mir scheinbar keine andere Wahl als welche zu kaufen.

Ich bin gerade auf der Suche nach schönen Schnitten für Jerseyshirts, nicht so 08/15 sondern mit schönem Ausschnitt, sportlich und nicht zu schick, aber auch nicht sackig. Zudem bin ich auch auf der Suche nach Blusenshirts, die aus Webware genäht werden. Bequem sollen sie sein, vor allem auch für breite Schultern geeignet. Einige habe ich ausprobiert und bin bisher gescheitert. Ich bin also noch auf der Suche und für Vorschläge offen.

Und weil’s so kalt ist, habe ich mir noch eine lange Cardigan aus  McCalls 6996 genäht. Der Schnitt ist unschlagbar finde ich. Wieder Version A, aber ohne Schösschen hinten und verlängert.

Und was tragt ihr heute so am MeMadeMittwoch? Carola ist heute Gastbloggerin und trägt ein tolles Wickelkleid. Den Schnitt kenne ich noch gar nicht, da schau ich gleich mal nach. Dafür gibts doch den MMM: es ist eine Riesensammlung an Wissen, Inspiration und guter Näh-Laune.

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Tadaa: der Quilt aus Waxprint

Er ist endlich fertig. Gestern habe ich beim Wandern drei Stunden gefroren. Als ich nach Hause kam, hatte ich die richtige Temperatur und Motivation meinen Quilt aus Waxprint fertig zu nähen. 

Hier seht ihr die ersten Schritte zu meinem Quilt.

Das Top lag schon länger hier. Im Garten habe ich es an zwei Tagen zusammmengenäht und mich gewundert, wie schnell das ging.

Erst die Quadrathe (20x20cm) an der Diagonale mit zwei Nähten zusammen nähen,

diese dann auseinander schneiden und bügeln.

Decke so legen, wie sie später aussehen soll,

Streifen zusammen nähen, diese Streifen zu einem Top verbinden.

Um das Top mit der Rückseite zu verbinden, bin ich dann in die Küche gezogen. Im Garten ist es ja gerade zu kalt. Da die Rückseite aus Fleece ist, habe ich die beiden Seiten nur mit ein paar Quernähten verbunden. Fleece klebt jedoch sehr und verzieht sich gerne, deshalb habe ich immer Naht für Naht genäht und dazwischen die Decke wieder neu gesteckt. Also nicht alles komplett gesteckt und genäht, sondern Schritt für Schritt. Nach dem ersten Trennen ist man immer klüger. Der Rand ist aus dem selben schwarzen Baumwollstoff, wie die schwarzen Dreiecke. Ich hab den Stoffstreifen dafür in 6cm Breite zugeschnitten. Fertig misst der Rand dann 2cm.

So sieht die fertige Decke aus. Sie misst 140x200cm

Alle meinen bisher vernähten Waxprints habe ich dabei verarbeitet. Waxprint ist ein sehr schönes Material für Patchwork, habe ich festgestellt. Das Schwarz macht die Decke ruhiger, das gefällt mir.

Und so sieht  die Rückseite aus Fleeceresten aus. Hier sieht man, dass ich nur mit wenigen Nähten das Top mit der Rückseite verbunden habe. Flohstiche meinte, mehr wäre nicht nötig und auch die Decke von Frau Küstensocke, die mir eine gute Vorlage war und die ganze Zeit neben mir lag, ist genauso genäht.

Hier sieht man noch ein paar Details.

Quilten mach wirklich großen Spaß und das Kuscheln unter der Decke später mindestens genau so viel.

Ich schätze, das war nicht mein letztes Quilt Projekt.

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Ein skandinavischer Rock: Norma aus Schwedenstoff

Eigentlich wollte ich meinen gefühlt 29ten Norma ( Schnitt ist aus der Ottobre 5/10) nicht auch noch verbloggen, aber auf Instagram wurde ich nach meinen Erfahrungen mit dem Stoff gefragt und diese Erfahrung möchte ich auch gerne mit der Bloggerwelt teilen. Ausserdem sind die Fotos vor dem Rapsfeld so schön.

Den Stoff habe ich beim Möbelschweden letzte Woche gekauft, weil er mir so gut gefiel. Der eigentliche Plan war, eine Tasche daraus zu nähen. Bei Taschen komme ich jedoch oft über das Planungsstadium nicht heraus. Fragt nicht warum.

Aber zuhause wollte der Stoff ein Rock werden. Der Stoff ist recht steif, deshalb habe ich ihn auch zweimal vorgewaschen, half ein wenig finde ich. Bei Instagram wurde ich gefragt, ob Stoff aus dem schwedischen Möbelhaus nicht zu steif ist für Kleidungsstücke.

Jein würde ich sagen. Also für einfach geschnittene Röcke finde ich ihn ideal, mittlerweile habe ich ihn ein paar Mal angehabt und trage ihn sehr gerne. Ähnlich wie bei Waxprint habe ich auch die Illusion, dass der Stoff beim Tragen weicher wird. Ein Kleid oder ähnliches würde ich nicht draus nähen. Aber für Röcke, gerade geschnitten, ohne viele Falten etc, und auch für kältere Tage ist er super. Ausserdem könnte man sich dann auch noch die passende Tasche aus dem selbsen Stoff dazu nähen. Könnte man…..

Hier sieht man den Rock noch ohne Innenbeleg an der Puppe.

Dazu trage ein einen orangenen Toaster Sweater und eine Nina Jacke. Falls ihr euch fragt.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Laßt euch nicht von der Kälte ärgern, holt einfach eure liebsten Winterkleider aus dem Schrank, oder näht euch einen Rock aus IK*A Stoff.

Oder schaut in die Wolken und träumt.

Grand Arche Fake Wickelrock und Kendall Knit Top

Ich grüße euch an einem sonnigen aber  zu kalten MeMadeMittwoch. Ich hab meine Winterstiefel wieder aus dem Keller geholt, mir ist gerade viel zu kalt.

Vor einiger Zeit hatte ich die Idee mir einen Fake-Wickelrock zu nähen. Leider fand ich keinen passenden Schnitt und versuchte eine Eigenkonstruktion. Die ging total daneben, obwohl ich es mir so einfach vorstellte. Dass Schnittkonstruktion ein Lehrberuf ist, macht für mich immer mehr Sinn. Einen gut konstruierten und gradierten Schnitt erkenne ich nicht immer auf den ersten Blick, aber spätestens bei der Anprobe. Und für solche Ideen und Schnitte gebe ich dann auch gerne der Designerin ihr verdientes Geld.
Sewionista,  schien meinen heimlichen Wunsch gehört zu haben. Sie hat sich gerade als Schnittdesignerin  unter dem Namen Kreativrezepte selbständig gemacht, wovor ich großen Respekt habe. Sie kommt auch beruflich aus der Modebranche und ist gelernte Damenschneiderin. Der erster Schnitt, den man bei ihr kaufen kann, ist ein einfacher, gut sitzender, schmaler, klassischer Rock, mit dem Namen Grand Arche Rock. Als Zusatz gibt es ein Fake-Wickelteil. Bei 6€ für beide Schnitte habe ich nicht lange nachgedacht, den Schnitt gekauft und mit Stoff aus meinem Vorrat genäht.

Ihre Schnitte reichen nur bis Größe 42. Da ich gerade gerne zwischen 42 und 44 liege,  habe ich etwas mehr Nahtzugabe gegeben, wäre aber bei dem leicht stretchigen Stoff nicht nötig gewesen. Ich hatte bei der Anprobe den Eindruck, der Rock wird immer weiter, obwohl der Innenbeleg unstrechig ist. Beim Fotoshoot saß er schon mehr Richtung Hüfte, denke nach der ersten Wäsche ist das wieder anders.

Als erstes habe ich den Basicrock geheftet und er saß – nachdem ich die vor mir zugegebene Mehrweite wieder entfernt hatte – richtig gut. Dann habe ich die gehefteten Seitennähte aufgetrennt und das Wickelteil mit dem Innenbeleg auf das Vorderteil fixiert.

Beim Wickelteil habe ich etwas mit den Streifen herumexperimentiert. Dieser Schnitt lädt dazu ein, Musterstoffe zu nutzen und Sie nach Lust und Laune zu drehen, bis einem das Ergebnis gefällt. Meine erste Variante gefiel mir dann doch nicht.

Leider habe ich beim Experimentieren die Nahzugabe, die nicht im Schnitt enthalten ist,  vergessen und das Wickelteil ist etwas schmaler geworden, als gedacht. Richtig  zugeschnitten reicht es weiter über die Mitte hinaus bis zum linken Abnäher. Noch etwas ist mir aufgefallen. Ich lege die Schnittmusterteile immer auf die rechte Stoffseite. Beim Wickelteil muss man den Schnitt aber leider auf die linke Stoffseite legen, damit das Wickelteil auch richtig gewickelt wird, wie wir bei Inge gelernt haben, von rechts nach links. Oder man legt das Schnittmusterteil auf die linken Seite und dann auf die rechte Stoffseite, aber dann sieht man die Abnäher etc nicht, das finde ich etwas unglücklich beim Herumexperimentieren mit dem Streifenverlauf.

 

Ansonsten ist der Schnitt ohne Bilder gut erklärt. Der Rock hat zwei Längen: Mini und Italienisch. Mein Rock ist die lange, italienische Variante.

Für den Beleg habe ich den Stoff im unstrechigen Fadenlauf zugeschnitten und als Futter, wie immer im Moment, Wirkfutter genommen. Das ist dehnbar, mit der Overlock gut zu verarbeiten, fällt besser als Futter (zumindest bei mir) und trägt sich sehr komfortabel. Hier sieht man auch den nahtverdeckten Reißverschluss.

Zusammenfassend kann ich sagen: ein schöner Schnitt, der mit unterschiedlichen Stoffen, viele Varianten möglich macht. Mir schwebt da ja noch eine Waxprint -Vatiante für den Sommer vor. Und obwohl der Rock schmal geschnitten ist, habe ich genug Bewegungsfreiheit darin, das ist mir wichtig.

Zu dem Rock passt wunderbar mein Kendall Knit Top von Stylearc. Es ist ein wenig zu lang, deshlb habe ich beim Fotografieren etwas herumexperimentiert. rein in den Rock oder raus.  Das Shirt habe ich im Winter genäht und wirklich viel getragen, man sieht an den Noppen auf dem Stoff.  Jedoch vergessen zu verbloggen, sowas. Gekauft habe ich mir den Schnitt wegen des Kragens, den ich ganz wunderbar finde.

Nähtechnisch ist das Shirt einfach und flott zu nähen, also keine große Herausforderung und trotzdem schön. Das macht die Schnitte dieses kleinen australischen Labels aus finde ich. Sie sind sehr raffiniert und doch nähtechnisch nicht schwierig. Zumindest die, die ich bisher genäht habe. Ich kaufe die Schnitte immer als PDF bei Etsy. Hab mir jedoch auch schon Papierschnitte aus Australien schicken lassen, was recht flott ging (eine Woche). Wann bekommt man schon Post aus Australien? Ich sonst nie.

Und wie jeden Mittwoch, freue ich mich auf das Treffen der sich selbst benähenden Damen und Herren. Claudia moderiert heute in einem wunderschönen, sehr gut sitzenden Tuuli, von mir inspiriert. DAnke, you made my day. Ich mag meine Tullis weiterhin auch sehr.

Schnittmusterehen

Vom Lieblingsschnitt Nummer zwei gibt es auch schon die Frühjahrskollektion. Das Kleid ist ein Mix aus Ajaccio und Vogue 8379.

Fakewickel meets Empire. Hier gehts zur Entstehungsgeschichte.

Ich bleibe meinem Muster treu und zeige wieder direkt zwei Kleider nach einem Schnitt.


Der erste Stoff, ein leicht gekrashter, dünner Jersey, kommt aus Bielefeld . Gekauft habe ich ihn bei der AnNäherung in diesem Januar. Grau ist nicht so meine Farbe und auch keine wirkliche Frühlingsfarbe. Aber bei unregelmäßigem Punktemuster schlage ich immer zu. Diese Stoffe gibt es leider viel zu selten.

Der zweite Stoff ist aus Maastricht.

Letztes Jahr hatte ich ihn für Wiebke mitgebracht als Dankeschön. Und mir direkt ein Stück dazu. Leider waren es nur knapp 1,60 nach dem Waschen und der Stoff lag auch noch sehr schmal. Aber für diesen Schnitt reicht es.

Wiebke hat den Stoff schon längst zu einem tollen Kleid vernäht. Ich hatte vor diesem leichten Strickstoff absolute Hochachtung. Es ließ sich aber viel besser vernähen, als ich dachte. Das Kleid ist komplett mit der Overlock genäht. Einzig die vorderer Taillennaht nähe ich mit normalen Geradstich, damit die Naht sich nicht so wellt.
Jedoch beim Tragen und Waschen habe ich den Eindruck, dass der dünne Strick sehr empfindlich ist. Deshalb werde ich das Kleid nur sparsam tragen.
Und wie jeden Mittwoch freue mich mich auf den Reigen der fleißigen Mitnäherinnen. Dodo führt den heutigen Reigen an in einem kompletten MMM Outfit. Natürlich mit einem ihrer unverwechselbaren Röcken, die ich so liebe.

Ich wünsche euch einen schönen MeMadeMittwoch.

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Quilt aus Waxprint

Ausgelöst von der Idee einen Decke aus meinen Wachsprint-Resten zu nähen, habe ich  mich in letzter Zeit viel mit dem Thema Patchwork und Quilt beschäftig.

Ein gutes Grundlagebuch zum Thema habe ich bei Luzie entdeckt. Hier ist alles  Wichtige zum Thema, auch für mich als Anfängerin, gut erklärt.

Diese Buch hat Bele mir geliehen und ich bin so begeistert, dass ich es mir bestellt habe.

Denn was mich begeistert hat ist, dass es mittlerweile viele moderne Quilts gibt, die mustermäßig nicht so unruhig und überladen sind. Die gefallen mir gerade besonders gut.

In Irland fand ich tolle Zeitschriften zum Thema und hab mir diese mitgebracht. Zur Zeitschrift gibt auch eine Homepage mit tollen Ideen http://www.lovepatchworkandquilting.com/

Und auf folgenden Blogs habe ich schöne Ideen für moderne Quilts gefunden.

Aber auch auf Instagram und bei Etsy wurde ich fündig. Ich ahne, das ist erst der Anfang eines neuen Universums.

Aber zurück zu meinem Quilt.

Waxprint-Quadrate sind zugeschnitten. Schwarze müssen noch nachgeschnitten werden.

Dieses Muster wird die Decke im Ergebniss haben

Ich habe mir vorgenommen die Kiste mit den Quadraten gut zugänglich auf meinem Nähtisch zu stellen, denn so kann ich auch nur mal eben für 20 Minuten losnähen. Es lohnt bei diesem Projekt auch in kleinen Schritten zu nähen.

Wie die Rückseite aussehen soll, weiss ich noch nicht. Von der Wärme und dem Kuschelgefühl mag ich Fleece ja am liebsten. Das ist aber eher untypisch bei Quilts, egal.

Auf jeden Fall habe ich durchs Stöbern noch viele Ideen für tolle Quilts bekommen. In diese Decke bin ich ganz verliebt.


Aber eine Decke nach der anderen, habe ich mir fest vorgenommen. Das mit dem Quilten soll ja Spaß machen und nicht stressen.

Und weil ich immer wieder Mails bekomme zu meinem Beitrag über den Waxprintladen in Köln, in letzer Zeit besoners viele, hab ich mich eben mal flott ins Auto gesetzt und geschaut ob es den Laden noch gibt. Ich war nämlich selbst auch schon länger nichtmehr dort, schaffe es zu den Öffnungszeiten gerade auch nicht und war nir nicht 100%tig sicher, ob es ihn noch gibt. Es gibt ihn noch!

Hier ein Foto von den Öffnungszeiten

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.

Zadie in doppelter Ausführung

In diesem Jahr konnte ich leider kein Karneval feiern. Aber ich hatte trotzdem ein paar Tage frei und habe mich mit Stoffkauf in Maastricht mit Luzie und ganz viel Nähzeit getröstet.

In Maastricht habe ich nicht nur wie immer tolle Jerseystoffe entdeckt,

sondern auch eine unglaubliche Auswahl an Karnevalsstoffe. Das ist echt ein Geheimtipp. Selbst in Köln gibt es nirgends so viele schöne Stoffe abseits von Pannesamt und Tüll. Da kaufe ich für’s nächste Jahr ganz bestimmt ein.

Am Wochenende habe ich dann so gar nicht das genäht, was ich eigentlich sollte (Mantel und Etuikleid), sondern ein paar neue Jerseykleidschnitte ausprobiert.

Zadie von Tilly and the Buttons hat den Anfang gemacht.

Und ich bin so begeistert von diesem schönen Schnitt, dass ich direkt zwei sehr unterschiedliche Varianten genäht habe, die ich euch heute zeigen möchte. Denn ich hatte auch endlich mal wieder Zeit und Licht zum Fotografieren.

Zadie Nummer eins ist aus sehr weichem Viscosejersey von Alfatex.

Zadie Nummer zwei aus buntem Viscosejersey von Markt in Maastricht und schwarzem Jersey aus dem Fundus.

Ich finde es unglaublich, wie unterschiedlich dieser Schnitt bei verschiedenen Stoffen wirkt. Solche Schnitte finde ich klasse. Eine Veränderung habe ich vorgenommen. Weil mir die Falten am Bauch auf ein paar Fotos im Netz nicht so gut gefielen und ich fürchtete am Bauch zu viel abstehenden Stoff zu haben, habe ich den Rockschnitt jeweils um 3cm im Bruch verkleinert (also 6cm pro Rockteil) und zwei der vier Falten weggelassen. So gefallen mir die Falten am Bauch.

Mit den Taschen habe ich etwas gekämpft. Habe aber die Anleitung nicht so genau beachtet. Im Nähflow näh ich schon mal einfach drauflos und bemerke erst später, das Lesen schon Sinn macht. Tilly erklärt den Schnitt sehr kleinschrittig. Jedoch näht sie das Kleid nicht mit der Overlock. Da finde ich es wesentlich einfacher die Nahtzugaben wie erklärt an den Taschenöffnungen auseinanderzuklappen. Aber meine Tendenz zu fröhlichem Huddeln hat mich mal wieder gerettet.

Und so bin ich heute direkt mit zwei Kleidern endlich wieder beim MeMadeMittwoch dabei. Heute ist Mema Gastbloggerin, sie ist einer meiner größten Tipps- und Inspirationsquellen. Besten Dank auch an dieser Stelle dafür.

Ich wünsche euch einen schönen Tag.

 

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Rock mit Fake-Knopfleiste

In diesem Winter habe ich wirklich gerne Röcke getragen. Ein Rock mit Knopfleiste vorne stand dabei noch auf meiner Wunschliste.


Auf der Suche nach einem geeigneten Schnitt fiel mir ein Rock von Tilly ein, der eine Fake Knopfleiste hatte, die ich erst bemerkte als sie mich darauf aufmerksam gemacht hat.
Also habe ich an meinen liebsten Rockschnitt – modifizierte – Norma eine Fake Knopfleiste drangebastelt: gerader Stoffstreifen genau auf die Mitte vom Vorderteil nähen, Topstiching, Knöpfe drauf fertig.


Innen mit Beleg aus Baumwollstoff und Wirkfutter. Dieses Futter mag ich mittlerweile für Röcke am aller liebsten, da es irgendwie besser sitzt als normales Futter bei mir.

Im Ausverkauf oder auf Tauschtisch habe ich es günstig erstanden. Die Farben sind dabei ja völlig egal, man sieht es eh nicht.

Das Schöne an dem Rock ist, dass er beim Sitzen vorne nicht aufklafft.

 

Und weil ich den roten nicht mehr ausziehen wollte, habe ich auch noch einen grünen auch aus Cord hinterher genäht.

Dieser hat wunderschönes Wirkfutter ( danke Claudia)

Und einen nahtverdeckten Reißverschluss.

Die Stoffe sind beide vom Fabrikverkauf in Münster.

Ich wünsche euch einen schönen Veilchendienstag.
Kölle Alaaf!

 

Der Rock Norma ist aus der Ottobre 5/2010

Das schwarze Shirt ist ein Renfrew Top mit Wasserfallkragen

Das gepunktete ein abgeschnittenes Boo Kleid mit Wasserfallkragen

Mein letztes Vortanzen

Heute  werde ich zum letzten Mal als Team-Mitglied den MeMadeMittwoch moderieren. Folgenden Beitrag findet ihr auf der MMM Seite.

Hallo ich bin Karin dreikah und dies ist meine letzte Moderation im Kreise des MMM-Teams.
Als ich vor zwei Jahren gefragt wurde, ob ich Teil der MMM-Teams werden möchte, habe ich ohne zu zögern ja gesagt und mich sehr gefreut. Es war mir eine große Ehre damals, hier auf dieser Plattform mitgestalten zu dürfen. 2 Jahre habe ich mich in diesem Team sehr wohl gefühlt, geplant, gelacht und viel geschrieben vor allem hinter den Kulissen.

Im Laufe des letzten Jahres habe ich durch berufliche Veränderunge gemerkt, dass meine Zeit für den MMM immer knapper wurde. Ich hatte zu Beginn nicht erwartet, dass Mitarbeit in der Crew so zeitaufwendig ist, auch war ich erstaun, dass der Preis für einen werbefreien Blog zeitlich so hoch ist. So hab ich beschlossen auszusteigen, denn wenn ich irgendwo mitmache, dann möchte ich auch verläßlich sein und Zeit dafür haben. Aber es fiel mir sehr schwer einen passenden Zeitpunkt für den Ausstieg zu finden. Vielleicht auch, weil mein Herz so an dieser Plattform hängt. Dass jetzt gleich drei Frauen aussteigen, unabhängig voneinader, hätte ich gerne anders gesehen, ich hatte es aber nicht in der Hand.

Dem MeMadeMittwoch werde ich natürlich treu bleiben und wünsche ihm weiterhin viele nette Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich über ihr gemeinsames Hobby Nähen austauschen möchten.
Wir werden uns auch weiterhin hier und auf meinem Blog lesen oder in Kommentaren. Oder wir sehen uns bei einer der mittlerweile sehr zahlreichen Nähveranstaltungen.

Wollt ihr noch etwas zum Kleid wissen? Das wichtigest hätte ich fast vergessen. 😉 Inspiriert von Mema habe ich mein zweites Pilvi Coat Dress von Named genäht. Eine Nummer größer ansonsten unverändert.

So kann ich es als Kleid aber vor allem als Jacken/ Mantelersatz über Kleider und Röcke tragen und das gefällt mir sehr. Den Schnitt mag ich, er ist jedoch als Kleid zu formlich für mein Leben.

Als Jackenersatz, wird es häufiger getragen und das sollte bei diesem schönen Schnitt auch so sein. Hier trage ich eins meiner vielen Inaris drunter. Der Schnitt ist auch von Named.

Der schwarze Stoff wurde eigens für das Pilvi gekauft, ein Romanit vom Maybachufer mit schöner Struktur.

Jetzt bin ich gespannt auf eure selbstgenähten Kleider. Es war mir ein großes Vergnügen an dieser Stelle vortanzen zu dürfen. Wir lesen uns.

 

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Silvia von Schnittchen als Pudel

Bei der AnNÄHerung in Bielefeld in diesem Jahr machte ich natürlich auch den obligatorischen Stoffeinkauf in Verl bei Marc Aurel. Diesmal gabs besonders viele schöne Strickstoffe. Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass schöne und günstige Strickstoffe selten sind, gibt es bei mir die Regel „Kaufen!“ wenn ich welche sehe. Obwohl, so langsam habe ich den Einruck, gibt es immer mehr schöne Strickstoffe oder irre ich mich?

Zwei tolle Strickstoffe konnte ich für mich kaufen mit dem festen Vorsatz, sie direkt zu vernähen. Ein roter Wollstrick und ein schwarzer Fellstoff mit weissen Streifen.

Da ich beide dem selben Schnitt „opferte“ zeige ich sie heute zusammen.

Siliva von Schnittchen ist in diesem Jahr einer meiner liebsten Jackenschnitte neben McCalls 6996. Silvia ist „wuchtiger“ durch den Kragen und den Beleg, sie wirkt eher wie eine richtige Drüberziehjacke. Wie dick und wuchtig sie wirkt und auch wirklich ist, hängt jedoch vom Stoff ab. Ich nähe sie ohne Futter, ansonsten ohne Änderung.

Hier aus dem roten Wollstoff mit Taschen aus schwarzen Futter.

Beim Pudelstoff – danke Bele für den Namen – habe ich die Taschen weggelassen, weil ich etwas Sorge hatte, dass es zu sehr beulen. Diese Jacke ist dicker als die rote, dafür ist die rote wärmer und ich habe sie um ca 6 cm gekürzt.

Der Silvia Schnitt ist wirklich einfach zu nähen, die Beschreibung ist gut. Die Schultern sind überschnitten, so ist keine Anpassung nötig und trotzdem hängt sie nicht sackartig, das gefällt mir. Beide Jacken habe – noch- keine Knöpfe. Meine Cardis haben meist keinen Verschluss. Sollte er mir fehlen, würde ich auch diesen beiden einen Druckknopf spendieren.

Beide haben die perfekte Länge für Röcke und Hosen.

So jetzt habe ich aber wirklich genug Silvias, mittlerweile vier an der Zahl. Alle aus unterschiedlichen Stoffen und fast alle mit unterschiedlichen Längen. Ein sehr empfehlenswerter und wandelbarer Schnitt.

Von  beiden Stoffen hatte ich noch 1m Rest. Der rote rest wurde ein Rock, der Pudel eine Decke.

Noch mehr winterwarme Sachen gibt es wie jeden Mittwoch beim MeMadeMittwoch, den Dodo in einem wunderschönen Rock moderiert, mit passendem Jäckchen und ihrem wunderschönen Schmuck, um den ich sie immer sehr beneide.