Probekleid und richtiges Kleid – Knip

Ich liege krank im Bett, deshalb reihe ich mich heute etwas später zum MeMadeMittwoch ein. Nachdem ich den ganzen Tag das tolle Kleid von Nina bewundert habe.

Wie gut, dass ich schon am Wochenende Fotos gemacht habe.

Wenn ich einen neuen Schnitt ausprobiere, gehe ich meistens  so vor. Das erste Exemplat nähe ich aus günstigem nicht so geliebten Stoff. Wenn mir der Schnitt zusagt, wird er ein zweites Mal, meist direkt danach, aus einem Stoff genäht, den ich mehr mag. Mit den erforderlichen Änderungen.

Bei diesem Kleid war das irgendwie ganz anders.

Der Schnitt ist aus der Knip10/17. (Die Fashion Style abzubestellen und das Knip Abo direkt in Holland zu bestellen war eine meiner besten Entscheidungen im letzten Jahr )

Nummer 26

Das erste Kleid habe ich in 2h schnell und unkompliziert genäht, auf meine Lange gekürzt, fertig. Es waren keine Änderungen nötig, das Kleid sitzt super.

Beim Zweiten ging schon beim Zuschneiden etwas daneben. Die Falten im Rockteil lagen auf der falschen Seite, ich habe das Schnitteil wohl links aufgelegt. Aber ich mag den Stoff und er ist etwas dicker und somit Wintergeeignet.

Deshalb habe ich das mal geflissentlich übersehen mit den Falten. Auch beim Oberteil habe ich irgendetwas anders gemacht. Der Ausschnitt war viel weiter, saß nicht so richtig. Nachdem ich es 2x aufgetrennt habe, sitzt es jetzt halbwegs.

Fazit der Schnitt ist schön, das Probekleid besser als der zweite. Egal, ich trage sie beide. Kennt ihr das?

 

Die Ergebnisse eines tollen Nähwochenendes

Das letzte Wochenende durfte ich nähend mit ein paar netten Nähboggerinnen im Münsterland verbringen. Schön wars.

Neben vielen schönen Erinnerungen und neuen Nähfertigkeiten brachte ich auch ein paar neue Kleidungsstücke und Fotos für heute mit. Danke an Claudia und Susi für die Fotos.

Die Flint Pant von Megan Nilsen gefällt mir so gut, dass ich sie direkt nochmal genäht habe, jedoch mit keinen Änderungen:

unglaublich viel verlängert, die Kellerfalte vorne habe ich zur normalen Falte (Bundfalte) gelegt, Das sieht am Bauch viel besser aus. Die Leibhöhe habe ich etwas verlängert und angepasst. So mag ich diese Hose noch viel mehr.

Der Stoff ist ein verschwaschener Sommerjeans aus Münster.

Das Oberteil zur Hose ist der Schnitt Imani aus der neuen  La Maison Victor.

Eigentlich ein Kleid, ich weiß. Aber als Kleid sah es an mir sehr seltsam aus. Zudem war der Stoff zu steif für das Kleid. Ich hatte aber kein weich fallendes Stück Stoff über 2 Meter. Deshalb wurde er gewählt. Und weil ich den Stoff so mag ( Monika hat ihn mir bei KBC gekauft), habe ich das Kleid kurzerhand abgeschnitten und ein schönes Oberteil erhalten, das zu meinen Hosen passt. Der Schnitt gefällt mir so gut, dass ich ihn bestimmt noch mehrmals als Shirt nähen werde.

Die zweite Hose, die auch zum Top passt ist eine Alexandria von Named.

Veränderungen: Beine verlängert und verbreitert. Diese Hose ist unglaublich, sie sitzt super, obwohl sie ein Gummibündchen hat. Ich werde jetzt wie Claudia in Serie gehen: Stoffe liegen hier schon bereit. Dann werde ich sie jedoch noch länger zuschneiden und auch bei ihr die Leibhöhe verlängern. Ansonsten ist der Schnitt perfekt.

Ich wünsche euch einen schöne MeMadeMittwoch, Rothedinge darf heute vortanzen als Gastbloggerin in einer sagenhaft schönen Coulotte.

Es wird Herbst und meine Flint Pant ist endlich fertig

Heute gehe ich in meiner neuen Flint Pant zum MeMadeMittwoch.

Obwohl diese Hose sehr schnell genäht ist, habe ich vom Zuschnitt bis zur Fertigstellung über 6 Monate gebraucht. Irgendwie kam der Sommer dazwischen. Denn der Stoff ist eher Anzugstoff, sehr weich, aber auch warm.

Nachdem ich die Hose fertig genäht hatte, habe ich sie direkt am Sonntag angezogen, um meine Tochter nachts vom Flughafen abzuholen. Die Wartezeit haben wir dann auch direkt genutzt, um Fotos zu machen.

Die Flint hat  ein ungewöhnliches und trotzdem sehr schönes Tragegefühl. Ich mag diese weiten Beine sehr. Eine weitere aus Jeans ist schon geplant. Mal sehen, ob sich weite Hosen bei mir im Alltag durchsetzen, ob ich die Weite um die Hüfte so mag, weiss ich noch nicht.

Dazu trage ich ein altes Joana Shirt  von Jolijou, der Schnitt ist ein echter Klassiker, und meinen liebsten Jackenschnitt McCalls 6996, Klassiker Nummer zwei.

Katharina moderiert heute den MeMadeMittwoch auch in FlintPants, was für ein schöner Zufall.  Und was tragt ihr heute zum MeMadeMittwoch, einen Klassiker oder etwas Neues, ich bin gespannt.

MeMadeMittwoch mit dem schönsten Ferienerlebnis

Heute geht der MeMadeMittwoch wieder los und das finde ich ganz wunderbar.

Wir werden gefragt, was unser schönstes Ferienerlebnis war. Gar nicht so einfach. Bei mir verlief der Sommer ganz anders als geplant. Der große Urlaub fiel aus, ich verreiste nur kurz das ein oder andere Wochenende. Auch wirklich viele freie Tage gab es nicht, es war ein arbeitsreicher Sommer.

Aber wenn ich nachdenke, dann kreisen die zwei besten Sommerereignisse auch diesen Sommer ein. Das eine war zu Beginn, das andere zum Schluss. Und bei beiden gab’s ein passendes Kleidungsstück, wie praktisch.

Das erste schöne Erlebnis in diesem Sommer war der Abiball meiner großen Tochter. Eigens dazu habe ich mir ein Etuikleid genäht und von Sebastian Hoofs anpassen lassen, damit ich mal einen guten Etuikleidschnitt für mich habe. Hier erzähle ich mehr dazu. Vor lauter Aufregung haben wir ganz vergessen Fotos von mir und dem Kleid alleine zu machen. Das habe ich an einem Wochenende am Strand nachgeholt und zeige euch (nochmal) diese schönen Fotos.

Das zweite schöne Ferienerlebnis war das Wochenenden in Stockholm, das wir meiner Tochter zum Abitur geschenkt haben. Und auch dafür habe ich ein passendes Kleid genäht, das ich sehr liebe. Ein Inari von Named Patterns aus Stoff vom Stoffschrottplatz in Münster. Hier habe ich es bei meinem Besuch bei Marimekko an.

Egal wie blöd der Sommer war, etwas Nettes war doch trotzdem dabei. Danke an das MMM-Team für die Erinnerung. Und jetzt bin ich gespannt auf eure Erlebnisse und passenden Kleidungsstücke dazu.

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Stoffe kaufen in Stockholm

Das letzte Wochenenden durfte ich in Stockholm verbringen.

Es war das Abigeschenk für meine Tochter. Eigentlich waren keine Stoffeinkäufe geplant, aber irgendwie ließ es sich (fast) nicht vermeiden, an dem einen oder anderen Stoffladen vorbei zu kommen.

Marimekko-Stoffe schmachte ich schon länger an.  In diesem Laden in der
Norrmalmstorg 4, gab es Kleidung, Taschen, Innendeko und auch eine kleine Ecke mit sehr schönen Stoffen.
 
Die Stoffe sind aus Baumwolle, Leinen oder auch wachsbeschichtet. Für ein Kleid oder Oberteil kommen sie bei mir nicht in Frage. Deshalb erlaubte ich mir, bei einem Pries von ca. 42€ den Kauf von einem luxoriösen Meter. Daraus kann ich dann einen Rock oder eine Tasche nähen.
Die gut angezogenen Frauen im Laden ließen mir alle Zeit der Welt bei der Wahl des Stoffes und packten meine Trophäe auch noch in Seidenpapier ein. Was für ein Fest. Im Moment plane ich daraus eine Tasche zu nähen . Die wird dann auch oft genutzt und relativiert den Meterpreis im Vergleich zum Gebrauch. Was meint ihr?
Passend zum Land und zum Laden habe ich mir kurz vorher noch ein neues Inari aus diesem marimekkoähnlichen Stoff genäht. Der ganz leichte Baumwollstoff ist aus Münster und war nur ein Zehntel so teuer, wie dieser Meter. So gleicht sich alles aus.
Auch der zweite Laden war ein Fest. Tykverket in der St Paulsgatan 3

Ein Laden voller Seidenstoffe
und wundervollem Zubehör.
Sehr liebevoll gestaltet und auch hier mit sehr freundlichem Personal.
Wider Erwarten fand ich Seide mit Elastan. Diese Art von Stoff liebe ich für Unterkleider. Im Läden ist so etwas jedoch schwer zu bekommen. Und schicken lassen mag ich mir diese Stoffe nicht. Bei Meterpreisen von ca. 40€ möchte ich den Stoff doch anfassen können. Deshalb habe ich mich direkt eingedeckt mit tollen Farben.
 
Ein weiterer Laden von Tykverket befindet sich in der selben Strasse St Paulsgatan Nr 19. Hier sind wir nur mal kurz durchgeschlendert um Fotos zu machen. Es gabe eine schöne Auswahl von vielen verschiedenen Stoffen. Genau angeschaut habe ich sie nicht, da wäre die Verführung zu groß gewesen. Mein Budget war mehr als erschöpft.
Meine Tochter fand den Hintergrund so schön.
Und auch Sidencarlson habe ich mir verkniffen. Man soll sich ja auch noch Ziele für die nächste Reise offen halten.

Stockholm ist wirklich toll, die Menschen sind sehr freundlich und scheinen weniger hecktisch. Ich hätte gerne Einiges von der Athmosphäre und der Haltung der Menschen mit nach Deutschland genommen.

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Vogue 1027 leicht abgewandelt

Lieblingskleid Nummer zwei in diesem Sommer auch mehrfach genäht und sehr gerne getragen:

Vogue 1027 leichte abgewandelt. Den Rock habe ich schmaler geschnitten, den Bindegurt habe ich ganz weggelassen. Ich glaube, den Schnitt gibt es leider nicht mehr zu kaufen.

Und weil’s so schön war, gibt es wieder viele Strandfotos.

Die beiden folgenden Stoffe sind vom Stoffoutlet in Wickrath. Tolle Stoffquelle.

Diesen Stoff habe ich aus Maastricht. Ich habe lange überlegt, welcher Schnitt zu diesem großen Muster passt. Deshalb entstand daraus eine Maxiversion.

Danke für die Inspiration an ArtundStil.

Abiballkleid oder das perfekte Etuikleid

Ein gut sitzendes Etuikleid war schon lange ein Traum von mir. Leider produzierte ich nur schlecht sitzende Etuikleid-Säcke und hatte das Thema für mich schon abgehackt.

Mit meinem liebsten Schneidermeister hatte ich die Idee einen Etuikleidkurs zu machen, in dem diese Kleider von ihm angepasst wurden. Im Gegensatz zu mir, weiß er nämlich genau, wie das geht (z.B. vor allen an den Seiten und den Abnähern, nie im Rücken an der Mittelnaht Stoff wegnehmen). Er sieht, wo etwas nicht sitzt mit einem Blick und hat Übung bei der Sache.

Mit drei weiteren Nähsüchtigen trafen wir uns vor einiger Zeit bei Sebastian zum Anprobieren und vor allem Anpassen. Wir hatten alle ein bis zwei Etuikleider vorbereitet, also schon geheftet, diese Kleider wurden dann angepasst und können von uns jetzt als Prototyp genommen werden.

Ich musste dabei feststellen, dass mir ein schmales Etuikleid mit Prinzessnähten  nicht steht. Ein Kleid mit Abnähern aus leicht strechtigem Stoff  jedoch passt zu mir und meiner Figur. Als Schnitt nahm ich den Etuikleid-Schnitt aus dieser Zeitschrift 6/16, jedoch ohne Ärmel.

Aus leicht stretchigem Material von Alfatex habe ich dann nach dem angepassten Schnitt ein Abiballkeid genäht, in dem ich mich bewegen kann und sehr wohl fühle.

An dem Abend des Abiballs meiner großen Tochter waren wir so beschäftigt, dass wir ganz vergessen haben, mich und das Kleid mal alleine abzulichten. Deshalb habe ich es auch mit zum Strand genommen.

Das Kleid passt in jedes Ambiente.

Und da sehr viele Fotos entstanden sind, weil wir so viel Spaß hatten, zeige ich euch ein paar mehr.

Einen weiteren Schnitt mit Prinzessnähten mit weitem Rockteil habe ich auch angpasst.  Aber für das Kleid habe ich noch nicht den Stoff und die Zeit gefunden.

Amelie von Pattydoo

In letzter Zeit fehlte mir zum Bloggen etwas Zeit, aber vor allem der Fotograf. Das Fotografieren haben wir jetzt nachgeholt. Am vorletzten Wochenende war ich an einem schönen Ort, habe all meine unverbloggten Kleider in einen Rucksack gepackt und eine kleine Fotosession am Strand veranstaltet.

Meine Schnitt-Entdeckung in diesem Sommer ist Amelie von Pattydoo. Ein Fake-Knoten- Kleid, das super sitzt und schnell genäht ist. Rock und vorderes Oberteil werden zuerst ganz normal zusammen genäht. Durch raffinierte Falten, die dann zusammen geheftet werden, kommt dieser Knoten Effekt zustande.
Das ganze Anleitung wird, wie bei all ihren Schnitten, in einem Video erklärt. Das ist besonders bei den Falten sehr hilfreich.

Ansonsten ist das Kleid schnell und unkompliziert zu nähen.

Von meiner ersten Variante  (hier auf meinem liebsten Stoffmarkt in Maastricht) war ich so begeistert, dass direkt zwei weitere nachfolgten, die ich auch ständig vor allem zu Arbeit trage.

Für den Herbst ist eine Variante mit längerem Ärmel geplant. Vielleicht auch zwei oder drei.

Ich wünsche euch einen erholsamen Rest-Sonntag.

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Inari aus Webware

Es ist schon wieder MeMadeMittwoch und fast Wochenende dazu, was will man mehr.

Nachdem ich das Inari Tee Dress jetzt aus Jersey und Romanit rauf und runter genäht habe, war endlich mal ein Modell aus Webware dran. Ein besonders schöner Viscose von Alfatex wartete hier auf  die Verarbeitung.

Ich hab den Orginal-Kurzarm aus dem ursprünglichen Schnitt verwendet. Geändert habe ich nur wenig, 1cm mehr Weite um die Hüfte  und die Ärmel so kurz wie möglich genäht. So bleibe ich halbwegs beweglich in dem Kleid. Die Viscose gibt etwas nach, das erleichtert die Sache ungemein. Aus sehr festem Stoff  würde ich das Kleid nicht nähen, dann wäre meine Beweglichkeit in der Schulter zu sehr eingeschränkt. Aber so geht’s.

Und ich habe es mal wieder verlängert, ca. 8 cm. Aber nur vorne ich Heldin. Deshalb hat das Kleid vorne und hinten die selbe Länge.

Beim Fotografieren haben meine Tochter und ich uns köstlich amüsiert, weil das Nachbarskind beim Blumengießen den Papa und sein Notebook auch gegossen hat. Geschieht ihm Recht, er nervt uns alle mit seiner wichtigen Dauertelefoniererei, bei der man alle Internas aus der Firma mitbekommt. Von wegen ruhiger Garten. Aber danach war erstmal Ruhe. Ich werde das Kind mit Schokolade belohnen.

Und was passiert bei euch so hinter den Kulissen beim Fotografieren?

Ich wünsche euch einen schönen MeMadeMittwoch und verlinke zu meiner Mittwochslieblingsaktion. Vielen Dank an Wiebke fürs Moderieren und an die ganze Crew, die auch hinter den Kulissen viel Einsatz zeigt.

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Streifen Inari

Heute gibts beim MeMadeMittwoch das Motto Streifen und ich oute mich jetzt mal.

Gestreifte Stoffe kommen mir ja seit einiger Zeit nichtmehr unter die Nähmaschine. Ich finde sie zwar schön, jedoch viel zu aufwenig wenn nicht sogar zickig. So gehört es doch zum guten Nähnerdton, dass Streifen an den Seiten oder so auch immer ordentlich aufeinandertreffen. Deshalb ist man, ich zumindest, stundenlang damit beschäftigt, sie ordentlich zuzuschneiden und aufeinander zu heften, nur damit sie sich beim Nähen doch wieder verziehen und sich um Millimeter verschieben. Und am Ende ist das ganze schöne perfekte Muster wieder dahin und die Nerven auch. Da ich nicht so perfektionistisch veranlagt bin, spare ich mir die Lebenszeit, trinke in der Zeit einen Kaffee, lese ein Buch, nähe zwei Kleider mit unsauberen Streifenmustern oder eben gar keine Streifen mehr.
Einzige Ausnahme sind unregelmäßige Streifenmuster. Die sind an sich schon krum und schief und weniger perfektionistisches Zusammennähen fällt nicht auf.

Leider gibt es diese Stoffe recht selten, aber wenn, greife ich zu, genauso wie bei unregelmäßigem Punktemuster, die es auch viel zu selten auf dem Markt gibt.

Aus eben so einem unregelmäßigen Streifenstoff aus Maastricht habe ich mir noch ein Inari Tee Dress genäht.

Einzige Änderung: bis zum Knie verlängert, auf den Schlitz verzichtet.

Das perfekte Kleiderschnitt von Named auch für den Sommer. Es sitzt gut, verträgt viele verschiedene Muster und ist sehr bequem und luftig. Zudem funktioniert das Kleid aus Jersey und Webware,  theoretisch zumindest. Der Jersey sollte nicht ganz leicht sein, dann fällt es besser, finde ich.

Ein Punktestoff wartet hier auch noch auf den Schnitt. Gibt’s demnächst einen Punkte-oder-Kreise-Motto-Mittwoch?

Egal. Ich wünsche euch einen schönen Mittwoch und bin gespannnt auf eure Streifen.

 

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