Indian Cooking Class

Hier kommt der versprochen Gastbeitrag von meinem Mann und Lieblingskoch über den Kochkurs, den wir ganz privat in Indien bekamen.

____________________________________________________________________

Ich dachte ja bisher immer, ich koche ab und an indisch. Und ich dachte auch, ich wäre schon das eine oder andere mal bei einem Inder essen gewesen. Stimmt wahrscheinlich beides, und auch beides nicht. Die indischen Restaurants hier kochen genauso wenig echte indische Küche, wie die italienischen Restaurants in Indien italienisch kochen. Gleichwohl: Beides ist lecker.

Aber die Vielfalt und Würze des indischen Essens hat mich schon beeindruckt. Das Essen mit den Finger ist gewöhnungsbedürftig und wenn die Finger aufweichen, ist es gar nicht mehr schon.

Einen Abend war wir bei Adil zuhause. Adil hat, das hat Karin schon geschrieben, einen tollen Stand auf dem Markt mit Farben und Ölen und viel schnickschnack. Er selbst koch eigentlich nicht. Aber bei seiner Mutter durfte ich kochen lernen. Sie gab Anweisungen auf Kannada, Adil übersetzte und ich durfte / musste unter ihrem kritischen Blick arbeiten.

Am Ende stand ein tolles indisches Mal auf dem … naja … also auf dem Boden auf dem wir alle saßen und es uns schmecken liesen

 

Chapati

  • 2 Tassen Mehl (Weizen, Vollkorn und normal gemischt) oder Enmer oder
  • indisches Weizenmehl
  • 0,5 Tassen Wasser
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • Salz

Das Mehl mit einer Prise Salz nach und nach mit dem Wasser (Menge nach Bedarf) zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Gegen Ende das Öl dazu geben. Den Teig in Folie wickeln und mindestens 15 Minuten ruhen lassen.
Den Teig in 12 Teile teilen. Ausrolle. Die Kreise zu einem Viertel zusammenschlagen und ein Viertel wieder ausklappen. Nochmal ausrollen. Dadurch bekommen die Fladen etwas blättriges.
In einer trockenen Pfanne von beiden Seiten ausbacken. Stapeln und warm halten.

Rührei Masala

  • 500 g rote Zwiebeln
  • 1 Bund Koriander
  • 3 Eier
  • 2 TL Kurkuma
  • Salz
  • 0,5 TL Chili

Die Zwiebeln schälen und längs in schmale Spalten schneiden. In Öl langsam weich braten. Nicht zu heiß. Sie sollen weich aber nur wenig braun werden.
Koriander grob hacken. Unter die Zwiebeln rühren. Mit Kurkuma und Chilli würzen. Salzen.
Ein Satz zum Chilli. Der gehört dazu. Punkt. Für uns manchmal … anstrengend. Es gibt ihn aber in unterschiedlichen Schärfegraden.
Nun die Eier darüber schlagen und rühren. Die Eier sollen eben fest werden.

Dal

In deutschen Rezeptsammlungen immer als Linsen-Dal verzeichnet, aber Dal sind Linsen. Linsen-Dal wären dann Linsen-Linsen – noch Fragen

  • 1 Tasse orange Linsen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 10 Knoblauchzehen (jawohl ja so war das)
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • ½ TL schwarze Senfkörner
  • 1 Hand voll frischer Curryblätter (bekommt man hier eigentlich nie, dann eben getrocknete)
  • 1 Hand voll frischem Koriander
  • 4 Tomate
  • 1 TL Chilli. (oder weniger, Anmerkung von Karins Magenschleimhaut)
  • Etwas Kurkuma

Eine halbe Zwiebeln und den Knoblauch würfeln und in wenig Butterschmalz (Ghee) glasig dünsten. Linsen und klein geschnittene Tomaten dazu geben. Mit Wasser auffüllen und kochen bis die Linsen weich sind. Die andere Hälfe der Zwiebel ebenfalls würfeln. Die Senfsaat in einer Pfanne rösten, bis sie “explodiert”. Also in der Pfanne springt wie Popcorn. Kreuzkümmel dazugeben, kurz rösten. Dann Ghee und die Zwiebel dazugeben. Glasig dünsten. Curryblätter kurz mitbraten. Mit Chilli und Kurkuma würzen. Die Mischung in die Linsen geben und umrühren.

Kokos-Bohnen

  • 2 EL Öl
  • 1 Hand voll Curryblätter
  • 1 TL schwarze Senfsaat
  • etwas frischen Koriander
  • 750 g Bohnen, gesäubert und in 1 cm kleine Stücke geschnitten
  • 1 Handvoll geraspelte frische Kokosnuss

In Öl Curryblätter und Senfsaat rösten. Die Bohnen dazugeben und kurz anbraten. Den Koriander unterheben. Die Kokosnuss zugeben. Nicht zu viel Wasser angießen und im geschlossenen Topf garen.

Alles zusammen mit Reis servieren.

Coconuttoffee 

Den Nachtisch gab es bei Reisbauern in Coorg. Ein Wochenende waren wir  bei Harshitas, der Frau bei der Cora lebt, Eltern auf Land, sind durch Reisfelder gewandert und haben neben vielen Südfrüchten auch Pfeffer und Koriander wachsen sehe. Harshitas Mutter sprach nur Kannada und Coorgi. Aber als ich sie nach dem Rezept für ihre Coconuttoffees fragte, sprachen wir in der Küche mit Händen und Füßen 100 Sprachen.

  • 1 Kokosnuss
  • 250 g Zucker
  • 1 EL Ghee
  • 1/2 Tasse Milch
  • 1/2 TL Kardamon
  • ggf. Lebensmittelfarbe als Pulver

Die Kokosnuss halbieren und mit einem Coconut-Grater fein reiben. Wie man das in Deutschland auf einer Vierkantreibe macht, weiß ich noch nicht. Wird aber irgendwie gehen.

In einer trockenen Pfanne die Kokosnuss anrösten bis sie duftet. Den Zucker zugeben und unter ständigem Rühren schmelzen lassen. Die Ghee dazu geben und weiterrühren. Der Zucker beginnt zu karamellisieren. Die Milch zufügen und unter rühren weiter karamellisieren und eindicken lassen. Zum Schluss Kardamom und Farbe unterrühren.

Die Masse in eine gebutterte Form füllen. Rautenförmig einschneiden. Eine Stunde abkühlen und fest werden lassen.

 

Indien

Wie die ein oder andere vielleicht schon bei Instagram mittbekommen hat, habe ich im Oktober meine Tochter zwei Wochen in Indien besucht. Sie ist dort für ein Jahr im Freiwilligendienst.

Wir haben dort sehr viel gesehen. Ich bin noch immer voll von den Eindrücken und tollen Begegnungen, die ich dort hatte. Und die möchte ich gerne ein wenig mit euch teilen. Es ist nur eine kleine Zusammenfassung, mit vielen Fotos und bestimmt nicht vollständig.

Die ersten Tage verbrachten wir in Mysore (bzw. Mysuru) wo meine Tochter auch lebt, besuchten den beleuchteten Palast,

bestaunten den Verkehr

Und die wundschönen Tempel

sahen eine Parade mit Elefanten

und ich durfte ein Stündchen Stoffe shoppen gehen. Die Stoffgeschäfte in Mysore liegen alle in einer Gasse, die vor Farben nur so sprüht. Gefunden habe ich dort viele schöne Baumwolldrucke aber auch wirklich viel Poly.

Dann ein paar Tage in Alappuzha, früher Alleppey, um die Back Waters zu besuchen

Frauen wuschen am Rand der Flüsse immer wieder die Wäsche

und das Meer zu sehen.

Am zweiten Wochenende wurde mir ein Wunsch erfüllt. Ich wollte so gern mal Reisfelder sehen, Bananenbäume (ich wusste ja nicht, dass die in Indien an jeder Straßenecke stehen) und Palmen (dito). Die Eltern der Gastschwester meiner Tochter haben eine kleine Farm in Coorg und dorthin haben sie uns eingeladen.

Ich durfte barfuß durch Reisfelder laufen,

Kaffeeplantagen, Bananenbäume , Palmen, Pfeffersträucher etc bestaunen.

Die Eltern wohnen auf sehr kleinem Raum, aber sehr gemütlich. Überhaupt sind die meisten Wohnungen und Häuser wesentlich kleiner als wir es kennen und die Menschen rücken immer eng zusammen. Dafür sind sie sehr freundlich, es gibt immer etwas Gutes zu essen und wir haben einen spontanen Kochkurs erhalten. Uns wurde gezeigt, wie man Kokosnuss-Toffees zubereitet. Ich habe die Kokosnüsse aushöhlen dürfen.

Und ich wurde in einen Sari gewickelt: Coorgy Style. Die Saris werden nämlich überall anders gebunden, je nach Region.

Und wir haben ihre Nähmaschine bestaunt.

Sonntags waren wir in einer kleinen tibetischen Enklave mit einem goldenen buddhistischen Tempel. Ich habe noch nie so etwas Schönes gesehen.

Wieder zurück haben wir 5 Tage in Mysore verbracht.

Die Projekte besucht in denen meine Tochter arbeitet. Im Moment ist sie in einer Schule.

Bis zum Sommer war sie in einer Vorschule. Die Frau, die die Vorschule (wir würden es eher Kindergarten nennen) aufgebaut hat, war bei der Gründung 15 Jahre. Sie wollte, dass die Kinder, insbesondere auch die Mädchen, gute Voraussetzungen für die Schule bekommen. Deshalb bringt sie ihnen so viel wie möglich schon vor dem Schuleintritt bei. Denn die staatlichen Schulen in Indien sind selten gut, gehen schnell mit dem Stoff voran und wenn die Kinder nicht mitkommen, gibt‘s Schläge. Das wollte sie ihnen ersparen.

Täglich kommen 30-40 Kinder zu ihr um zu spielen, zu lernen und miteinander zu essen. Dafür stehen ihr ein ca 20qm großer Raum zur Verfügung, den ihr Vater ihr gebaut hat und 1-2 Freiwillige, die sie über einen NGO zur Verfügung gestellt bekommt. Staatliche Hilfe gibt es dafür nicht.

Nachmittags gibt sie allen Kindern, die kommen noch Hilfe bei den Hausaufgaben.

Überhaupt habe ich die Frauen in Indien als sehr kreativ und engagiert erlebt. Und das obwohl einige in ihren Freiheiten doch sehr beschnitten sind und sich nicht alleine in der Stadt bewegen dürfen. Und trotzdem versuchen sie das Beste aus ihrer Situation zu machen und ebnen den nachfolgenden Generationen die Wege so, dass es für sie evtl einfacher wird.

Ich konnte mich in Ruhe mit ihr unterhalten, während sie mir mal eben ein wundervolles Hennatattoo verpasste.

Immer wieder sieht man nähende Männer (Stitcher) in ihren kleinen Läden.

und natürlich Kühe, immer und überall.

Wir haben eine Sariweberei besichtigt.  Dort wurden aus Seide und Goldfäden Saris gewebt und nachher gefärbt.

Leider durften wir  in der Weberei keine Fotos machen, dafür wurden wir von den Webern immer wieder an die Webstühle gerufen, durften fühlen, staunen, auch mal die Maschine bedienen und hatten jede Menge Spaß.

Die Saris wurden auch auf dem Gelände verkauft für 300€ aufwärts. Da kam ich dann so gar nicht in Versuchung.

Aber bei diesem netten Herrn haben wir ein paar gebrauchte Saris gekauft (garantiert aus Poly). Meine Tochter ist Stammkundin bei ihm. Der Stoff eignet sich klasse für Taschen.

Der liebste Treffpunkt der Freiwilligen ist bei Adil und Azam auf dem Markt.

Bei Adils Mutter durften wir dann auch einen Kochkurs besuchen und lernen indisch zu kochen. Natürlich Indiastyle auf dem Boden sitzend.

Es wird einen eigenen Blogbeitrag mit den Rezepten geben.

Wir waren Seide kaufen

nd mehrfach auf dem Markt, den ich so unglaublich toll und farbenfroh finde. Fabe gibt es in Indien sowieso viel mehr als hier. Das macht alles direkt viel freundlicher

Ganz Indiastyle sind wir zu unserem letzten Ziel und Abflugs Ort Bangalore gefahren: mit dem Zug in der General klass. Aber wenn man 23 Stunden Taxifahrt hinter sich gebracht hat in einem indischen Taxi, und sich um Busplätze gedrängelt hat und dabei zusehen musste, wie die Inder Koffer und Kinder durch die Kenster in den Bus „warfen“ um Sitze zu reservieren, kann einen nicht mehr so viel erschüttern.

Die letzten zwei Tage verbrachten wir in Bangalore. Eine boomende Stadt, in der es unglaublich viele IT Unternehmen gibt. Hier wirkte alles direkt viel moderner. Auch die Frauen bewegten sich hier freien, waren anders gekleidet. Aber da haben wir leider wenige Fotos gemacht. Dafür eine tolle Sicht von oben, aus einem Cafe im 13 Stock.

Keine Fotos haben wir gemacht (oder möchte ich veröffentlichen), von den vielen netten Begegnungen mit den Menschen, die meine Tochter dort kennen gelernt hat, täglich sind wir zum Essen eingeladen worden. Ich habe die Menschen in Indien als sehr gastfreundliche und geduldige Menschen kennengelernt.

Und mir ist nochmal mehr bewusst geworden, wie gut wir es hier in Deutschland haben, mit all unseren Standards, Absicherungen und Privilegien. Das hat mich wirklich nochmal sehr nachdenklich, dankbar und demütig gemacht.

Vielen Dank an meinen Mann für die tollen Fotos.

MMMay18

Auch in diesem Jahr veranstaltet Zoe wieder den MeMadeMay. Zum neuen Mal in diesem Jahr. Und ich bin sehr gern wieder mit dabei. Es wird das fünfte Mal sein, dass ich an diesem internationalen Event teilnehme, bei dem man den ganzen Mai durch täglich seine selbstenähten Dinge zeigen kann. Meine Herausforderung wird das tägliche Foto sein. Selbstgenähtes trage ich eh täglich.

Hier findet ihr die Beiträge der  letzten Jahre

2014

2015

2016

2017 habe ich nur eine halbe Zusammenfassung geschafft.

Das Meiste findet beim MMMay auf Instagram statt. Und dort werdet ihr mich hoffentlich täglich finden. Hier auf dem Blog gibt’s dann die Zusammenfassungen.

In diesem Jahr sind meine Themen: auf der Suche nach einem gutem Bluseschnitt und  ich möchte endlich meinen selbst konstruierter Kleiderschnitt nähen.

Ansonsten lasse ich mich überraschen und freue mich vor allem auf die internationale Vernetzung und die vielen Inspirationen, die mich meistens das ganze Jahr noch begleiten. Und natürlich ich freue mich als Erstes über schöne neue Kleiderschnitte für den Sommer.

Seid ihr auch dabei?

 

Stoffe kaufen in Stockholm

Das letzte Wochenenden durfte ich in Stockholm verbringen.

Es war das Abigeschenk für meine Tochter. Eigentlich waren keine Stoffeinkäufe geplant, aber irgendwie ließ es sich (fast) nicht vermeiden, an dem einen oder anderen Stoffladen vorbei zu kommen.

Marimekko-Stoffe schmachte ich schon länger an.  In diesem Laden in der
Norrmalmstorg 4, gab es Kleidung, Taschen, Innendeko und auch eine kleine Ecke mit sehr schönen Stoffen.
 
Die Stoffe sind aus Baumwolle, Leinen oder auch wachsbeschichtet. Für ein Kleid oder Oberteil kommen sie bei mir nicht in Frage. Deshalb erlaubte ich mir, bei einem Pries von ca. 42€ den Kauf von einem luxoriösen Meter. Daraus kann ich dann einen Rock oder eine Tasche nähen.
Die gut angezogenen Frauen im Laden ließen mir alle Zeit der Welt bei der Wahl des Stoffes und packten meine Trophäe auch noch in Seidenpapier ein. Was für ein Fest. Im Moment plane ich daraus eine Tasche zu nähen . Die wird dann auch oft genutzt und relativiert den Meterpreis im Vergleich zum Gebrauch. Was meint ihr?
Passend zum Land und zum Laden habe ich mir kurz vorher noch ein neues Inari aus diesem marimekkoähnlichen Stoff genäht. Der ganz leichte Baumwollstoff ist aus Münster und war nur ein Zehntel so teuer, wie dieser Meter. So gleicht sich alles aus.
Auch der zweite Laden war ein Fest. Tykverket in der St Paulsgatan 3

Ein Laden voller Seidenstoffe
und wundervollem Zubehör.
Sehr liebevoll gestaltet und auch hier mit sehr freundlichem Personal.
Wider Erwarten fand ich Seide mit Elastan. Diese Art von Stoff liebe ich für Unterkleider. Im Läden ist so etwas jedoch schwer zu bekommen. Und schicken lassen mag ich mir diese Stoffe nicht. Bei Meterpreisen von ca. 40€ möchte ich den Stoff doch anfassen können. Deshalb habe ich mich direkt eingedeckt mit tollen Farben.
 
Ein weiterer Laden von Tykverket befindet sich in der selben Strasse St Paulsgatan Nr 19. Hier sind wir nur mal kurz durchgeschlendert um Fotos zu machen. Es gabe eine schöne Auswahl von vielen verschiedenen Stoffen. Genau angeschaut habe ich sie nicht, da wäre die Verführung zu groß gewesen. Mein Budget war mehr als erschöpft.
Meine Tochter fand den Hintergrund so schön.
Und auch Sidencarlson habe ich mir verkniffen. Man soll sich ja auch noch Ziele für die nächste Reise offen halten.

Stockholm ist wirklich toll, die Menschen sind sehr freundlich und scheinen weniger hecktisch. Ich hätte gerne Einiges von der Athmosphäre und der Haltung der Menschen mit nach Deutschland genommen.

Merken

Tuuli von Named – spät erkannt und groß gefeiert

Asche auf mein Haupt, statt Mütze.  Ich habe diese tolle Aktion vom MMM heute zum Weltfrauentag im Pussihad aufzutauchen total vergessen. Sonst hätte ich daran gedacht, mir beim letzten Stoffkauf pinkfarbenen Jersey zuzulegen. Bei  Crafteln gibt  es nämlich ne tolle Nähanleitung für diese Mütze.
Dafür habe ich zwei Kleider dabei heute,  wenigstens etwas.
Vom Schnittmuster-Hersteller Named war ich zu Beginn wenig begeistert, gebe ich zu. Die Modells waren so dünn, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass diese Schnitte auch an meiner Figur funktionierten. Im letzten Winter wurde ich eines Besseren belehrt und auch die Modells haben mittlerweile etwas zu essen bekommen und sind nichtmehr ganz so dünn, immerhin haben sie jetzt geschätzte Größe 36.
Mittlerweile habe ich einige Named-Schnitte ausprobiert, die ich sehr gerne trage: Inari, Helmi, Tavikki-Inari-Mix, und werde auch von weiteren Schnitten angenehm überrascht.  Ausser Helmi, das hat mich eher unangenehm überrascht. Aber darüber berichte ich ein anderes Mal.


Tuuli habe ich bei Monika gesehen und deshalb ausprobiert. Vorher ist es mir so gar nicht aufgefallen. Das ist typisch bei den Schnitten dieser Firma, sie gefallen mir oft erst auf den zweiten oder dritten Blick.

Faltenröcke sehen bei mir eigentlich immer seltsam aus. Die Hüfte wird dadurch noch breiter als eh schon, aber bei Tuuli ist nicht so. Der Rock, der eigentlich ein Rechteck ist, wird in 6 sehr breiten Falten gelegt und einfach an das einfach geschnittene recht eng anliegende Oberteil gesetzt.
Das Kleid ist sehr einfach zu nähen. Das Probekleid habe ich aus schwarz weißen Baumwoll-Poly-Jersey genäht und war wirklich sehr von Schnitt und Sitz angetan. Ich hab den Halsbeleg nach Anleitung genäht, das Oberteil nicht, wie Monika gedoppelt. Da der Halsbeleg am Rockteil festgenäht wird, durch eine lustige Verängerung, sitzt er ganz gut und klafft nur direkt  beim Anziehen etwas raus.


Weil ich so begeistert war und beim Zwillingsnähen knppe Nähzeit optimal nutzt,  habe ich mir noch flott ein weiteres Tuuli hinterher genäht. Leider habe ich dabei sehr mit den Falten gekämpft. Für das in Falten legen habe ich länger gebraucht als für den Rest und perfekt sind die Falten auch nicht geworden. Seltsam. Aber bei dem Muster sieht man das eh nicht.

Dieses Kleid ist aus leichterem Jersey leider mit hohem Poly-Anteil. Leichter Jersey macht bei diesen vielen Falten Sinn. Leider hatte ich keinen anderen Stoff zur Auswahl. Der Rock schluckt viele Zentimeter und so große Stücke  von 2,5m sind Ende des Winters selten in meinem Stoffschrank.

Tuuli ist auf jeden Fall empfehlenswert. Änderungen: beim zweiten habe ich das Oberteil um 1cm verlängert, beim ersten dem Ärmel etwas mehr Weite gegeben. Das wäre bei Nr. 2 auch sinnvoll gewesen.

Jetzt verlinke ich mich noch zum MeMadeMittwoch, bei dem neben vielen selbstgenähten Kleidungsstücken heute auch  einige Pussyhats zu sehen sind. Danke Nina für die tolle Aktion!
Ich wünsche euch eine tollen Weltfrauentag.

Wintermantel Sew Along die Ankündigung

Heute gibt es auf dem MeMadeMittwoch Blog die Ankündigung zum Wintermantel Sew Along.

wmsal2016-2
Ich will noch nicht wirklich dran denken, dass es bald kälter wird.

Deshalb fangen wir auch langsam an und lassen uns Zeit. Denn so ein dicker Wintermantel hat so seine Tücken und wir brauchen auch mal ne Pause zwischendurch, um vom Sommer zu träumen, Tee zu trinken oder so.
Aber zusammen nähen macht am meisten Spaß. Deshalb war es mir wichtig, dass es auch in diesem Jahr wieder einen Wintermantel Sew Along gibt.

Nina und ich hosten ihn gemeinsam und ich freue mich sehr neue und alte Gesichter und Mantel- bzw. Jackenschnitte zu sehen.
Im Hintergrund hilft uns auch noch Chrissy, indem sie uns z. B. das tolle Bild erstellt hat. Vielen Dank dafür.
Seitdem ich vor zwei Jahren mit Chrissy zusammen unseren ersten Herbstjacken Sew Along gehostet habe, ohne dass wir uns vorher kannten, habe ich in ihr eine ganz liebe Freundin gefunden. Also so ein Sew Along bringt uns nicht nur neue Kleidungsstücke, sondern auch noch viel Schöneres, so ganz nebenbei. Das musste dringend nochmal erwähnt werden.

Hier die Termine des Winter Mantel Sew Alongs
25.09. Inspiration
09.10. Stoff und Schnitt – Die Entscheidung
23.10. Fortschritt – Brauche ich Schulterpolster?
06.11. Futter und letzte Schritte
13.11. Das große Finale! Der Winter kann kommen.

Parallel zu diesem Sew Along aber von den Treffen her nicht gleichzeitig – wir haben uns gut abgesprochen –  findet bei Frauenoberbekleidung und Die Luise der Herbstjacken Knit Along statt. Wenn ihr bei beiden mitmacht, seid ihr bestens vorbereitet für den Herbst und den Winter.

Seid ihr dabei?

Merken

Knitterkleid jetzt als Schnitt erhältlich

Als mir Meike Craftel (hier der link zum Shop) im letzten Jahr  von ihren Plänen erzählte, die Stokx-Schnitte zu vermarkten, war ich zufällig in Berlin und schaute mich bei Stokx um, um die Schnitte kennenzulernen. Neben den Schnitten lerne ich auch Lindy, die Designerin und Inhaberin des Ladens, kennen und schätzen. Ich durfte mich durch ihre Sachen durchprobieren und war vom Sitz, Komfort und außergewöhnlichen Design begeistert. Lindy schafft es moderne Schnitte zu designen, die Frau aber nicht einengen. Bequem, modern, für alle Figuren passend. Ich wusste bis dahin gar nicht, dass es diese Kombination bei Kleidung gibt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Besonders verliebt habe ich mich in das Knitterkleid. Hätte ich nicht gewusst, dass Meike den Schnitt bald verkaufen wird, so hätte ich mir direkt ein Kleid gekauft. Stattdessen hat dann mein Mann bei den Männersachen zugeschlagen, diese Schnitte lassen wohl noch etwas auf sich warten. Sie sind auch bequem und schick zugleich. Er trägt Lindys Hemden nur auf großer Bühne, wenn´s etwas besonderes, aber fern ab von Krawatte etc. sein soll. Das aber nur am Rande; ich schweife ab.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Besonders gefreut hat es mich, als Meike mich fragte, ob ich das Knitterkleid Probenähen möchte. Ach, wie gerne.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Das Kleid ist einfach zu nähen, die Erklärungen von Lucy sind mehr als gut, das weiss jede, die ihren Blog liest. Ich hab einen einfachen , dünnen Baumwollstoff vernäht, der von sich aus schon gerne knittert. Einige Bahnen beim Kleid werden im schrägen Fadenlauf zugeschnitten, das lässt es so unglaublich bequem sein beim Tragen. Wieder etwas dazu gelernt. Wenn man das Kleid jedoch fertig genäht hat, wird man auf eine elende Geduldprobe gestellt. Ungeknittert ist das Kleid viel zu weit.

IMG_20160529_185925

Zum genaueren Anpassen und auch tragen, muss man es zuerst nass machen und gedreht trocknen lassen. Gefühlt ewig kann das dauern. 🙂

IMG_20160529_201627

Tipp: auch geschleudert oder leicht angetrocknet kann man es einrollen das reicht für´s Knittern und geht schneller.

Ich habe das Kleid in Größe 5 genäht und nachher noch an den Seiten und der Vordernaht um einiges schmaler genäht. Schätze 10 cm insgesamt. Bestimmt hätte mir auch Größe 4 gereicht.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nach dem Shooting habe ich beim Kleid den Saum begradigt. Ich weiss nicht, ob mir diese Variante besser gefällt, aber ich wollte es gerne ausprobieren. Beide Saumvarianten haben etwas,  finde ich.

IMG_20160708_205315 IMG_20160708_205324

Je nach Stoff, Knittergrad und Weite wirkt dieses Kleid immer wieder anders. Ich freue mich, es in vielen verschiedenen Varianten demnächst bestaunen zu können. Was ich weiss: Es ist ein Kleid für jede Figur, wirkt festlich oder schick   und  es ist bequem. Welches Kleid aus Webware kann das schon von sich behaupten? Und wie ich weiss, ist es auch ungeknittert, dann ein bis zwei Größen kleiner genäht, ganz wunderbar.

Ab sofort gibt es den Schnitt als PDF im  Craftel Shop. Auch den Partyrockschnitt, den ich für meine Tochter genäht habe und hier vorstelle

Bei diesem Beitrag handelt es sich um Probenähen, Schnitt und Stoff wurden mir zur Verfügung gestellt.

Der geduldige Fotograf war auch in diesem Fall mein Mann.

 

Fotoshooting

Hier gab’s vor einiger Zeit ein Mutter-Tochter-Schnittmuster-Shooting. Ich möchte euch nicht vorenthalten, wie viel Spaß wir dabei hatten. Und zeige euch ein paar Schnappschüsse.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die Schnitte  vom Tochterrock und Mutterkleid wird es demnächst bei Crafteln geben und auch hier auf dem Blog wird es dann mehr Infos dazu geben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wir tanzen dann noch ne Runde weiter, weils so schön ist.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die tollen Fotos hat mein Mann alle gemacht und auch er war bei der guten Laune mit dabei.

Entspannt im Garten

Mit meinem Nähvirus habe ich auch ein paar Kolleginnen infiziert und so habe ich das große Glück in den Pausen auch mal übers Nähen reden zu können.

IMG_4395
Und ich hab noch größeres Glück, dass eine meiner Kolleginnen  nicht nur ein wenig bloggt sondern vor allem eigene Podcasts macht. Und das ist natürlich auch gerne Thema in den Arbeitspausen. Ihre Podcasts sind zum Thema Garten und sie ist fur mich eine der Expertinnen zu dem Thema. Ich kann sie alles fragen und bekomme immer fachmännische Antworten.

IMG_4398
Und weil ich so gerne im Garten nähe, mache ich heute mal etwas Werbung für ihre schönen und informativen Podcasts. Irgendwann hat man die tollen Nähpodcasts ja auch durch und dann braucht man eine Alternative oder?

Ihre Homepage heißt Entspannt im Garten, was für ein schöner Titel, und ihre Podcasts findet ihr hier.

Viel Spaß beim Hören, Nähen, Entspannen im Garten.

IMG_4400

Stoffe kaufen in Utrecht – Stoffmarkt Utrecht – Lapjesmarkt Utrecht

Am Wochendende wurde mir noch nachträglich zum Geburtstag ein Herzenswunsch erfüllt: Ein Besuch beim ältesten und größten Stoffmarkt in den Niederlanden, den Lapjesmarkt in Utrecht. Jeden Samstag findet er von 8:00 bis 13:00 Uhr an der Breedstraat statt.

Die erste Überraschung war: Unser wirklich wunderbares Hotel, ein liebevoll eingerichtetes Boutiquehotel namens Eye Hotel, lag direkt am Markt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Als wir abends vom Essen und Bummeln durch die Stadt zurückkamen, waren die Marktstände schon aufgebaut. Es fehlten nur noch die Stoffe, aber ich konnte schon das Ausmaß des Marktes erahnen. Große Vorfreude machte sich breit.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Morgens wurde ich geweckt vom Gepolter der Marktverkäufer. Ich bin schon lange nicht mehr von solch schönem Lärm geweckt worden.  Immer wieder konnte ich durch mein Hotelfenster sehen, wie weit schon aufgebaut war.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Als eine der ersten war ich auf dem Markt, wen wundert´s.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Und ich wurde nicht enttäuscht. Geschätzte 50 Stände mit allem was das Nähnerdherz begehrt: Stoffe in den tollsten Farben, Jersey, Strick, Sweat, Webware, aus Viscose, Satin, Baumwolle. Es gab Demin, Futterstoffe, Wollstoffe uvm.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Es gab jede Menge Möbelstoffe.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

und natürlich Kurzwaren, hier je ein Bündel Knöpfe für einen Euro.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die Preise waren kaum zu unterbieten. Ab 1 Euro pro Meter beim Sommerschlussverkauf. Die Holländer haben dafür das schöne Wort „opruiming“.

Ich habe Jersey, Viscosewebware und Futterstoffe für 3-5 Euro pro Meter gekauft. Sehr schöne Qualität, wie ich finde.

Die Verkäufer sind freundlich und gut gelaunt, allein dafür lohnt sich die Reise.

 

Ein Stand verkaufte wunderschöne Designerstoffe von Joop etc. für 12 bis 60 €, aber da war mein Budget schon erschöpft.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Außerdem wollte ich vor allem farbenfrohe Jerseys kaufen. Dafür sind die Niederländer ja bekannt und deshalb kaufe ich meine Jerseys so gerne bei ihnen: es gibt tolle Viscosequalität in bunten Farben, die auch Erwachsene gut tragen können.

Ein Teil meiner Beute liegt hier schon gewaschen und wartet auf den ersten Zuschnitt.

IMG_4393

Webware:

IMG_4389

Aber auch für das Rahmenprogramm hat diese kleine und sehr süße Stadt viel zu bieten, tolle Plätze zum Verweilen,

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

andere Märkte, schnuckelige Läden,

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

tolle Restaurants und  Cafes, und immer wieder Wasser in der Nähe.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Utrecht ist auf jeden Fall eine Reise wert. Und der Stoffmarkt lohnt sich allemal!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die tollen Fotos hat alle mein Mann gemacht. Vielen Dank dafür! Und für das Geschenk.

Merken