Erinnerungskleid oder das perfekte Fake-Wickelkleid

Heute trage ich zum MeMadeMittwoch mein Nähboggerinnentreffen-Erinnerungskleid.  Den Baumwoll-Jersey erjagte ich vorletztes Wochenende bei Alfatex, in bester Gesellschaft einiger bekannten Bloggerinnen. Die  Meinungen über das Muster waren gespalten, aber genügend stimmten mir bei und ich kaufte 2 Meter. Später erfuhr ich, dass ich nicht die Einzige war, die ihn bei dem Treffen gekauft hatte. Noch eine Bestätigung für dieses schöne Stöffchen.

IMG_3591IMG_3590Der Schnitt ist sozusagen die Perfektion eines Fake-Wickelkleid-Schnitts für mich. Eine Erweiterung des Vogue Schnitts 8379.

Letzte Woche hatte ich jede  Menge Zeit zum Nähen. Habe eine Woche Urlaub zu Hause verbracht und (neben so wenig wie möglich Haushalt, Familienorga und Kochen) habe so viel wie möglich genäht. Von morgens bis abends, das kann ich nur empfehlen. Das waren Ferien für meine Näh-Seele und erholsam war es dazu. (Habe aber auch auf Urlaub zu Weihnachten und in den Herbstferien verzichtet als Info für die, die jetzt rufen: „Würde ich ja gerne, geht aber nicht!“ )

In der Zeit habe ich u.a. drei Fake-Wickelkleider genäht und jedes Mal den Schnitt ein wenige besserer hinbekommen, für meine Wahrnehmung.

Ausgangspunkt ist dieses Kleid, das ich zu Beginn nicht mochte, jetzt aber andauernd trage. Bei Thatchers hatte ich ein Fake-Wickelkleid gesehen, das vorne statt zwei überlappenden Rockteile einen große Falte hatte, das gefiel mir und wollte ich unbedingt ausprobieren.

Bei allen Kleidern habe ich die vorderen Oberteile leicht vergößert, damit ich die unteren Ecken gut mit in die Seitennaht einfassen und trotzdem im Kleid noch Luft holen konnte. Als Bund-Einfassung nehme ich mittlerweile immer ein Bündchen und keinen Beleg, wie vorgesehen.

IMG_3574Die drei Wickelkleid-Rockteile habe ich beim ersten Kleid einfach zusammen genäht zu einem sehr breiten Rock. Dann habe ich  erst das hintere Rockteil ans  Rückenteil geheftet, dann das rechte vordere so weit wie ein Wickelrock geht an das Oberteil gesteckt, er bedeckt nur 4/5 der Vorderseite, den Rest eingeschlagen und darunter festgesteckt.

IMG_3628Beim zweiten Kleid kann man es besser erkennen, da ich dort eins der drei Rockteile in einer anderen Farbe zugeschnitten habe (es ist die Rückseite vom Stoff)

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Bei Kleid Nummer drei (dem Kleid von heute) hatte ich zu wenig Stoff für drei Rockteile, deshalb habe ich das vordere Rockteil so weit es ging zur Seite geschoben und somit zum Stoffbruch das Rockteil um ca 20 cm vergrößert. Ich hab das hier einmal nach gebaut. Ist es verständlich?

IMG_3646IMG_3593Auf jeden Fall ist das mein neuer Lieblingswickelkeid-Schnitt.

Kombiniert habe ich ihn mit einer neuen Strickjacke nach dem Schnitt Julia aus Strickstoff von Stoff und Stil. Voll Poly, aber angenehm zu tragen. Bei Strickstoff schrecke ich vor nichts zurück, was mir gefällt, auch haptisch, wird gekauft. Ob ein Stoff wirklich gut tragbar ist, merkt man doch eh erst im Nachhinein.

IMG_3578IMG_3581Julia ist eine wirklich einfach zu nähende Schaljacke, die aber, so finde ich, wesentlich besser sitzt als ihre deutsche Schwester.

Erst heute Abend werde ich es schaffen, beim Mittwochsreigen der Gutgekleideten vorbeizuschauen. Auch Monika hat heute zwei Lieblingteile an, zu Recht.

 

Vogue 8379 als Fake

Meinen liebsten Wickelkleidschnitt, das Vogue  8379, hab ich, wie Frau Bunte Kleider letzte Woche gezeigt, als Fake Wickelkleid genäht. Das heißt, Bindebänder weggelassen und an der linken Seite hab ich das rechte Wickelvordeteil mit in die Seitennaht eingefasst. Dann aus den Bindebändern eine Gürtel genäht, den ich an den Seiten mit ein paar Stichen fixiert habe.
Fertig war das Partykleid für den Samstag.

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Auf der Party haben wir erstmal einen Portrait- Fotokurs machen dürfen. Tolle Idee. Hier unterhalte ich mich mit dem Fotografen übers posen. Ich würde ganz gerne mal weniger gestellte Fotos hinbekommen. Er ist zwar kein Spezialist dafür, sagte er, trotzdem hat er mir aber ein paar  Tipps zu dem Thema gegeben. So gibt es Posing Apps (die heißen auch so, wer nachschauen will) , bei denen man sich mal ein paar Ideen holen kann. Oder etwas in der Hand halten, macht die Haltung auch direkt lockerer. Mal schauen, vielleicht bin ich demnächst etwas zufriedener mit meinen Fotos.

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Mit meinem Kleid bin ich allemal zufrieden, hatte es gestern auch bei der Arbeit an. Ob es aber jetzt als Fake praktischer ist, als als richtiges Wickelkleid, da bin ich mir noch nicht sicher.

P1070976Heute gibts beim MeMadeMittwoch wieder eine Gastbloggerin. Elke zeigt ein Kleid, das sie mit einer genialen Färbetechnik hergestellt hat. Tolle Idee, sehr schönes Kleid.

Scharzes Vogue Kleid

Irgendwie hatte ich seit längerem das Gefühl, ich brauche mal ein schwarzes Kleid. Nicht ein superchices, sondern eins für alle Fälle.

Mein Kleiderschrank ist ja vor allem mit Farben und Mustern gefüllt und die sind nicht immer angebracht.
Bei Threadie entdeckte ich letztes Jahr mein Lieblingswickelkleidschnitt aus schwarzem Jersey, aber eben nicht aus einfachem Jersey, sondern schwarzem Jersey mit Struktur.

IMG_2755Ich war begeistert und eine Idee war geboren. Leider ist es nicht so einfach schönen schwarzen Jersey mit Struktur oder in sich gemustert zu finden.
In Paris wurde ich endlich fündig.
Ein toller Viscosejersey, 3 m für 5 Euro, ein Schnäppchen dazu.
Am Wochenende habe ich in Etappen meinen Robson coat fertig genäht (den zeige ich aber erst ganz am ….zum Film und Serien Sew Along Finale der Herzen am nächsten Sonntag, 24. Mai)

IMG_2751Und zwischendurch zur Entspannung endlich ein schwarzes Wickelkleid nach meinem Lieblingswickelkleidschnitt Vogue 8379.

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Und weil man so ein schwarzes Kleid ja zu allen möglichen Gelegenheiten anziehen kann, hab ich es gestern Abend direkt zum Essen in meiner Lieblingstapasbar angezogen.

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Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.

Wiebkekleid: Vogue 8379

Mein erster MemadeMittwoch nach vier Wochen Pause. Denn wenn man kreativ bleiben will, muss man auch schonmal kreative Pausen machen.

Die Fotos sind am Montag noch auf Juist entstanden. Diese Kulisse wollte ich unbedingt nutzen. Das war ’ne herrlich lustige Fotosession am Strand. Nochmal danke an Steffi, die mich nicht nur fotografierte,  sondern auch so kluge Anweisungen gegeben hat, dass ich es geschafft habe, nicht so steif herumzustehen. Gar nicht so einfach, lockere nicht gestellte Fotos zu machen, finde ich.

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Ich hab mein drittes und bestimmt nicht letzten Kleid nach meinem momentanen Lieblingsschnitt Vogue 8379 an. Den Stoff hat Wiebke mir besorgt, nett wie sie ist. Vor einiger Zeit hab ich mich in den Stoff verliebt, als sie ihn auf Twitter zeigt. Und als ich sie mal traf und das erzählte, hat sie ihn mir kurzerhand besorgt. Ich glaube hier. Und deshalb hat mein Mann das Kleid „Wiebke-Kleid“ getauft, ja so ist das. Man(n) muss ja bei den vielen Kleidern, die ich mittlerweile habe, den Überblick behalten. Den Kleidern Namen/ Beschreibungen zu geben ist da ganz praktisch.

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Das Kleid habe ich wie immer 10-20 cm gekürzt (erinnere mich nicht genau)  und wieder Ärmel in 3/4 Länge geschnitten. Dem Ausschnitt bin ich mal mit einer anderen Technik zu Leibe gerückt, in der Hoffnung, dass er dann nichtmehr so doof aufspringt. Hat gewirkt, deshalb lohnt es sich weiterzulesen.

Den Ausschnitt habe ich nicht mit einem Beleg versehen, sondern am Rand Formband aufgebügelt, dass ist ein schmaler Streifen Vlieseline, durch das ein Faden läuft, der die Vlieseline in Form hält. Der Ausschnitt wird damit also nicht immer weiter.

Das ist Formband:

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Den Rand vom Ausschnitt hab ich dann nur umgeklappt, gebügelt und mit einem einfachen Stich festgenäht.

Das ist die linke Seite vom Ausschnitt hochgeklappt, damit man das Formband sieht:

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So sieht das Ausschnitt dann von innen aus:

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Nichts klappt mehr auf, wenn ich sitze, und ich muss die viel zu breiten Belege nichtmehr umständlich reinstopfen, wenn sie mal wieder rauskommen.

So und jetzt schlendern wir rüber zur frühlingshaften Garderobe  der anderen Damen und zur fabelhaft gemütlichen oversize Jacke von Lucie, mit der sie heute den MeMadeMittwoch moderiert.

AnNÄHerungekleid Nummer eins

Bei der anNÄHerung am Wochenende habe ich zwei Vogue Kleider genäht und unseren Film und Serien sew Along ( das ist der Arbeitstitel), der am 15.3. startet schon mal ein bißchen vorbereitet.

Das erste Kleid, dass ich quasi zur Entspannung  genäht habe,  weil aus Jersey und ein bekannter Schnitt, war das Vogue 8379. Den Jersey hab ich bei meinem letzten summer sale Markt Besuch in Maastricht entdeckt und er wurde direkt für diesen Schnitt gekauft.

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Als ich am Sonntag abend aus Bielefeld kam, bin ich flugs reingeschlüpft und damit zum Fanta 4 Konzret gedüst. (deshalb gibts auch nur ein Foto)
Seitdem mochte ich es nichtmehr wirklich ausziehen.
Der Schnitt ist super. ich habe ihn jedoch ein gutes Stück gekürzt. Was mich stört: der Ausschnitt klafft beim Sitzen etwas auf. Beim nächsten seiner Art ( das bald folgen wird) werde ich den Ausschnitt auf jeden Fall anders versäubern. Ansonsten entwickel ich mich zum großen Vogue Fan. Die Schnitte überzeugen mich sehr, weil sie bei mir wunderbar sitzen  und auch die Erklärung gefällt mir. Einzig der Preis ist etwas heftig, deshalb warte ich den nächsten Vogue sale ab und werde dann gnadenlos zuschlagen.

Dass meine Marktstoffe nach Bielefeld jetzt vernäht sind macht gar nichts. Am Freitag haben wir einen kleinen Abstecher nach Verl gemacht und dort danke guter Gesellschaft und bester Beratung eingekauft.

Die bestangezogendsten Frauen Deutschlands sind heute wieder hier beim MMM zu finden. Heute tanzen die bestangezogensten Frauen Leipzigs vor und laden uns alle zu einem Bloggertreffen ein, was für eine schöne Idee.

Schnitt: vogue 8379
Stoff:  Markt in Maastricht.

Vogue 8379

Schon länger bin ich auf der Suche nach einem schönen Schnitt für ein Wickelkleid. Beim MeMadeMay14 hab ich ein Wickelkleid entdeckt, das sich nach Recherchieren als Klassiker herausstellte. Zu Recht!!

Das Vogue 8379. Ein einfach zu nähendes Wickelkleid, das sehr schön fällt und durch seinen halben Tellerrock wunderbar zu tragen ist. Bei Mema findet ihr eine sehr hilfreiche Schnittmusterbeschreibung und weitere schöne Exemplare. Dank Tina landete das Schnittmuser in meinem Briefkasten.

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Mein Mann überredete mich letztens bei Alfatex zu diesem blauen Print. Wäre auf dem ersten Blick  nicht mein Stoff gewesen, Zebramuster, Blumen und Autos…aber er blieb hartnäckig. Gut so. Ich finde den Stoff sehr geeignet für dieses Kleid und wer nicht mal Neues wagt…

Also dieser Schnitt hat das Potential eine große Liebe zu werden, würde ich sagen. Bei pattern amerika werde ich auf jeden Fall häufiger vorbeischauen und beim sale mal zuschlagen. Man merkt schon sehr, wenn professionelle Designer und Schnittkonstrukteurinnen am Werk waren. Ich musste an dem Schnitt nichts ändern, alles passte wunderbar zusammen.

Mit Vogue 8379, Ajaccio, Lady Skater und dem Knip-Bausatz-Kleid habe ich vier sehr schöne Schnitte für Jerseykleider gefunden, die man wunderbar abwandeln kann. Die reichen jetzt für den Sommer.

Jetzt muss ich mich endlich mal den Kleidern aus gewebten Stoffen widmen. Hier warten einige unfertige Exemplare und viele Stoffe, die ich immer nur mir Ehrfurcht umkreise. So schwer kann das doch nicht sein. Reissverschluss einnähen braucht bei mir ne ähnliche Überwindung wie Fensterputzen. Also ran an die Reissverschlüsse! Die Fenster können warten!

Und jetzt los zum MeMadeMittwoch, dem wöchentlichen Treffen aller gut gekleideten selbstbenähten Menschen, heute moderiert von Lucy, die auch ein Kleid aus blauem Printstoff trägt. Was sind wir heute voll im Trend.