Knip Jacke und Minirock

Ich bin gerade krank. Schon seit einer Woche und hab furchtbare Langeweile, weil ich  so schlapp bin, dass ich immer nur kurz was machen kann. Lesen und nähen geht nur ein kleinen Schritten. Bloggen geht gut, weil das ja eh meist kleine Schritte sind, die man  machen muss. Aus diesem Grund wird jetzt alles verbloggt, was hier so noch auf Halde liegt oder nicht bei drei auf den Bäumen ist.

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Die  grüne Jacke, die ich bei Thatchers anhatte, habe ich hier noch gar nicht richtig vorgestellt, das möchte ich schnell nachholen.

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Es ist ein Schnitt aus der Knip/ Fashion Style 12/15, genäht aus Strickstoff von Thatchers.  Eine Schalkragenjacke die an der Schulter mit einem kleinen Druckknopf geschlossen werden kann. Geschlossen gefällt sie mir besser als geöffnet, merke ich.

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IMG_3854Die Jacke hat einen ähnlichen Schnitt wie die Harper Jacke von Style Arc. Diese Länge, die fast bis zu den Knien geht,  mag ich zu Kleidern und Röcke jedoch mehr.

Der Minirock ist auch aus der Knip Spezial Herbst/Winter 2009/2010. Vorletztes Jahr habe ich ihn schon mal aus Wollstoff genäht.

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Und hier mit dem roten Mantel schon mal ganz kurz vorgestellt.

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Ich hab den Schnitt diesmal jedoch um 10cm verlängert. Dann hat er auch beim Sitzen noch einen gute Länge und ich muss nicht andauernd an ihm rumzubbeln um mich gut zu fühlen. Der Stoff ist Steppstoff von Thatchers. Mit dem habe ich schon meinen grünen Mantel gefüttert. Aber auch als Rockstoff eignet sich das Stöffchen sehr, bequem und schön warm.

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Innen hat der Rock einen Beleg aus Baumwollstoff und ist mit den Rest vom Bloggertreffenfutterstoff gefüttert. Und das Futter ist ein gutes Stück kürzer als der Rock, sonst schaut es immer wieder hervor und das nervt. Da ich nicht gebügelt habe, sieht es auch noch schief aus, sowas aber auch.

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Einzig der Reißverschluss hat mich zur Weißglut gebracht. Ich wollte etwas Besonderes reinnähen und habe zuerst einen Metallreißverschluss verwendet, keine Gute Idee. Es knubbelte wie verrückt am unteren Ende der Reißverschlusses. Nach einigen Versuchen mit bunten Reißverschlüssen, die auch so gar nicht aussahen, habe ich einen ganz popelig schwarzen nicht nahtverdeckten vernäht. Das war die beste Idee, das hätte ich sofort machen sollen. Also gemerkt: bei schwierigen Stoffen, einfacher Reißverschluss-Lösungen!

zu Besuch im Salon bei Thatchers

Im November letzten Jahres war ich zum ersten Mal bei Thatchers mit meinem Mann und Wiebke. Als wir Thomas, dem Besitzer von Thatchers, unsere Kleider zeigten, die wir aus seinen Stoffen genäht hatten, (auch auf unseren blogs) lud er uns zu seinem Salon ein, um unsere Modelle zu zeigen.

Am vorletzten Freitag war es soweit, ich packte mein Köfferchen und flog mit all meinen Thatchers-Kleidern nach Berlin. Bei Wein und guter Laune versammelten sich im Laden einige Nähnerds mit ihren Thatcherskleidungsstücken oder auch einfach nur zum Treffen und Stoffe kaufen. Ich hab mich sehr gefreut, wer so alles angemeldet und unangemeldet aufkreuzte. Aus Berlin, Dresden, Leipzig und Hamburg machten sich bloggenden und nicht bloggende Nähnerds auf die Reise.

Thomas und sein team hatte einen Fotografen organisiert und mit viel Spaß wurden viele Fotos gemacht. Hier nur ein kleiner Auszug.

Fakewickelkleid nach eigenem Schnitt:

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rote Mäntel:

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Minirock und Jacke nach Knip:

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Vogue 8379:

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Dazwischen gequatscht, getrunken, Stoffe gekauft, und vor allem viel gelacht.

Es war ein  Bloggertreffen in sehr schönem Ambiente.

Meine Stoffausbeute möchte ich euch nicht vornenthalten:

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Ich komme gerne wieder, das war wirklich etwas Besonderes.

Vorher gings mit Wiebke, Sylvia und Frau von Welt noch zum Maybachufermarkt. Ist doch klar, braucht ich nicht zu erwähnen.

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Der perfekte Stoff für die Einladung zur 60iger Jahre-Party.

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Und auch die restlichen Stunden in Berlin konnte ich nutzen um liebe Freundinnen zu treffen, Knöpfe zu kaufen und mich an der Stadt zu erfreuen. Das Nähen und Bloggen hat mir eine ganz neue Welt eröffnet, ich möchte sie nicht mehr missen.

Der rote Mantel

Von einem rotem Mantel träume ich schon lange, aber roter Wollstoff ist echt schwer zu bekommen. Bei Thatchers wurde ich letzten November eher durch Zufall fündig und hab direkt zugeschlagen. Und weil ich am Freitag nochmal zu Thatchers fahre, habe ich das zum Anlass genommen und mir meinen roten Mantel genäht, auch wenn der Winter so langsam Richtung Frühling geht.

Und weil ich den Mantel so besonders finde, hat er auch eine besondere Kulisse verdient und wurde schon am Wochenende besonders häufig fotografiert.

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Ganz einfach hab ich es mir mit dem Schnitt gemacht. Bei Luzy hab ich einen tollen Mantel entdeckt nach dem Burda Schnitt 7483. Den hab ich bei Luzy einfach anprobiert und weil er super passte, konnte ich ihren Schnitt ohne Anpassungen übernehmen. Großes Dankeschön an dieser Stelle für die „Vorarbeit“.

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Was mir an diesem Schnitt so gefällt ist die klassische Schnittlinie und als toller Hingucker der riesige Kragen.

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das ist ein Blick in die Zukunft

Der Mantel hat einen Schlitz hinten,

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Pattentaschen

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und  grünes Futter. Beim Futter einnähen hat mir mal wieder Sybilles Tutorial sehr geholfen. Kennt ihr schon die Tutorial-Sammlung auf dem MMM blog?  Nur lasse ich das Futter am Saum lose hängen. Das mag ich lieber und so kann ich auch die obligatorisch vergessenenen Stecknadeln besser rausfischen.

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Pattentaschen und Schlitz hinten sind kein Hexenwerk, traut euch ruhig mal ran.

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Dem aufmerksamen Betrachter fällt vielleicht auf, dass es noch gar keine Knöpfe am Mantel gibt. Stimmt. Dieser Mantel braucht besondere Knöpfe und die habe ich noch nicht gefunden. Deshalb gibts Knöpfe und Knopflöcher erste, wenn ich fündig geworden bin. Ich hab auch schon eine Idee, wo ich am Wochenende suchen werde. Da der Mantel aber null wärmt ohne Verschluss, habe mir noch flott nach dem Fototermin einen Gürtel genäht, für den Übergang.

Besonders gefällt mir, dass ich endlich einen Matel habe, unter dem auch meine schwarze Esme verschwindet. Der also endlich mal lang genug ist.

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Dazu habe ich  noch das scharze Frau Lise Shirt an und einen Minirock nach diesem Schnitt ( nur etwas verlängert) aus sehr schönem Steppstoff auch von Thatchers. Genauer zeige ich ihn nochmal demnächst. Meinen grünen Herbstmantel habe ich schon mit dem selben Steppstoff gefüttert.

Und wie jeden Mittoch, geselle ich mich auch heute zu den gutangezogenen, sich selbst benähenden Menschen beim MeMadeMittwoch. Monika moderiert heute malwieder in einem sagenhaften Hemdblusenkleid, diesemal in heller Farbe. Und ihr, lockt ihr auch mit bunten oder hellen Farben den Frühling herbei?

im bewährten Outfit zum MMM

In den letzten Woche wurde hier außer Karnevalskostüme wenig genäht. Gut,dass noch Etwas auf Halde lag, dass ich schon häufig getragen aber noch nicht gezeigt habe.

Im November startete ich mein Rockexperiment und im Laufe der letzten Monate nähte ich einige einfache Röcke (hier Beitrag Nr 2 dazu). Genau wie beim perfekten Wickelkleid, wollte ich auch den für mich gerade „perfekten“ Rock entwickeln. Das ist er: wenig spektakulär, dafür sehr bequem für den Alltag und aus vielen Stoffen nähbar.

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Der Rock ist eine Mischung aus Aztek und Norma, beides bekannte Schnitte aus der Ottobre.

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Ich würde ihn so beschreiben: Ein A-Linien förmiger Rock, ohne Bund, dafür mit Innenbeleg und Futter, ohne Taschen mit seitlichem Reißverschluss.

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Das Futter musste ich letztes Jahr beim Bloggertreffen in Stuttgart kaufen, das ist so klasse. Den leicht stretchigen Baumwollstoff habe ich bei Alfatex gekauft, ich hatte da noch ein paar Geburtstagsgutscheine 😉

Das mit der Rockkonstruktion hätte ich auch einfacher haben können, bei Mema und in Frau Craftels Buch ( Foto) gibts  tolle Anleitungen dazu.

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Naja, nachher ist man immer schlauer. Im Moment experimentiere ich noch etwas mit der Form und lass ihn immer gerader werden bis zum Bleistiftrock mit Schlitz. Wenn ein Rock einmal an der Hüfte und Taille gut sitzt, kann man mit der Weite am Saum und der Länge gut experimentieren, hab ich festgestellt

Dazu trage ich ein aufgrund der Farbe (lila) selten getragenes Kaufshirt, und noch meine 137ste Nina Jacke. Das feine Stöffchen dafür ist von Thatchers. Bessere Fotos sind aufgrund von Lichtmangel nicht möglich, Winter halt.

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Beim MeMadeMittwoch begrüßt uns heute  Katja von LotteJakob in ihrem tollen schwangerschafts- und nachschwangerschaftstauglichem Outfit. Hatten wir schon mal eine Frau im achten Monat, die beim MMM moderiert? Ich kann mich nicht daran erinnern. Egal, ich finde es klasse, welche Vielfalt an selbst genähter Kleidung dort jeden Mittwoch zu finden ist.

Faltenjersey Fake-Wickelkleid

Letzte Woche war hier Winter, so eine Woche lang. Da konnte ich dann endlich mal mein neues Fake-Wickelkleid nach meinem momentanen selbst zusammen gebastelten Lieblingsschnitt anziehen.

Der Stoff ist gefalteter  oder in Wellen gelegter Jersey (Beschreibt man den so? Ich brauch dringend mal ein Buch zur Stoffbeschreibung.) Aus diesem Grund ist er weniger dehnbar und natürlich auch etwas dicker als normaler Jersey. Die Brustabnäher im Oberteil sahen so dick und unförmig aus, dass ich sie einfach wieder aufgetrennt und ganz weggelassen habe, das Oberteil sitzt trotzdem gut finde ich.

P1220351Gekauft habe ich den Stoff bei Thatchers. Dort habe ich auch diese tolle Fake-Falte bei einem Kleid gesehen und mal ausprobiert.

IMG_3763Den Ausschnitt habe ich wie so oft mit Saumband oder einem schmalen Streifen Vieliseline bebügelt und einfach umgenäht. Da der Jersey wenig dehnbar ist, gibt es keine – zusätzlichen – Wellen am Ausschnitt. So bewältige ich mittlerweile ganz oft die V-Ausschnitte bei Jerseykleider, wenn kein Bündchen möglich ist. Die einzige Schwierigkeit war beim Ausschnitt mit der Faltrichtung der Jerseyfalten zu nähen, sonst sanden sie sehr häßlich ab. Wißt ihr, was ich meine?

IMG_3770Und dazu passt, wer hätte das gedacht, auch meine rote Nina Jacke von Style Arc. Diese Jackenschnitt passt meiner Meinung nach ja zu fast allem bei mir. Ich hab mir noch eine in grau/blau genäht, die sollte ich auch mal zeigen. Demnächst dann. Rot sieht auf den Fotos einfach besser aus.

IMG_3752Und mit der warmen Kleidung spaziere ich heute mal wieder zum MeMadeMittwoch, die Mittwochstreffpunkt der Gutgekleideten. Heute mit Gastbloggerin Leolilie, die uns mit ihrer ersten Softshelljacke zeigt, wie sehr man auch bei Alltagskleidung dank des Selbernähens einen ganz eigenen Stil entwickeln kann. Ich mag ihren Stil, denn er ist sehr autentisch und darum gehts auch beim Sich-selbst-benähen.

Wiebkekleid: Vogue 8379

Mein erster MemadeMittwoch nach vier Wochen Pause. Denn wenn man kreativ bleiben will, muss man auch schonmal kreative Pausen machen.

Die Fotos sind am Montag noch auf Juist entstanden. Diese Kulisse wollte ich unbedingt nutzen. Das war ’ne herrlich lustige Fotosession am Strand. Nochmal danke an Steffi, die mich nicht nur fotografierte,  sondern auch so kluge Anweisungen gegeben hat, dass ich es geschafft habe, nicht so steif herumzustehen. Gar nicht so einfach, lockere nicht gestellte Fotos zu machen, finde ich.

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Ich hab mein drittes und bestimmt nicht letzten Kleid nach meinem momentanen Lieblingsschnitt Vogue 8379 an. Den Stoff hat Wiebke mir besorgt, nett wie sie ist. Vor einiger Zeit hab ich mich in den Stoff verliebt, als sie ihn auf Twitter zeigt. Und als ich sie mal traf und das erzählte, hat sie ihn mir kurzerhand besorgt. Ich glaube hier. Und deshalb hat mein Mann das Kleid „Wiebke-Kleid“ getauft, ja so ist das. Man(n) muss ja bei den vielen Kleidern, die ich mittlerweile habe, den Überblick behalten. Den Kleidern Namen/ Beschreibungen zu geben ist da ganz praktisch.

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Das Kleid habe ich wie immer 10-20 cm gekürzt (erinnere mich nicht genau)  und wieder Ärmel in 3/4 Länge geschnitten. Dem Ausschnitt bin ich mal mit einer anderen Technik zu Leibe gerückt, in der Hoffnung, dass er dann nichtmehr so doof aufspringt. Hat gewirkt, deshalb lohnt es sich weiterzulesen.

Den Ausschnitt habe ich nicht mit einem Beleg versehen, sondern am Rand Formband aufgebügelt, dass ist ein schmaler Streifen Vlieseline, durch das ein Faden läuft, der die Vlieseline in Form hält. Der Ausschnitt wird damit also nicht immer weiter.

Das ist Formband:

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Den Rand vom Ausschnitt hab ich dann nur umgeklappt, gebügelt und mit einem einfachen Stich festgenäht.

Das ist die linke Seite vom Ausschnitt hochgeklappt, damit man das Formband sieht:

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So sieht das Ausschnitt dann von innen aus:

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Nichts klappt mehr auf, wenn ich sitze, und ich muss die viel zu breiten Belege nichtmehr umständlich reinstopfen, wenn sie mal wieder rauskommen.

So und jetzt schlendern wir rüber zur frühlingshaften Garderobe  der anderen Damen und zur fabelhaft gemütlichen oversize Jacke von Lucie, mit der sie heute den MeMadeMittwoch moderiert.