Silvia von Schnittchen als Pudel

Bei der AnNÄHerung in Bielefeld in diesem Jahr machte ich natürlich auch den obligatorischen Stoffeinkauf in Verl bei Marc Aurel. Diesmal gabs besonders viele schöne Strickstoffe. Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass schöne und günstige Strickstoffe selten sind, gibt es bei mir die Regel „Kaufen!“ wenn ich welche sehe. Obwohl, so langsam habe ich den Einruck, gibt es immer mehr schöne Strickstoffe oder irre ich mich?

Zwei tolle Strickstoffe konnte ich für mich kaufen mit dem festen Vorsatz, sie direkt zu vernähen. Ein roter Wollstrick und ein schwarzer Fellstoff mit weissen Streifen.

Da ich beide dem selben Schnitt „opferte“ zeige ich sie heute zusammen.

Siliva von Schnittchen ist in diesem Jahr einer meiner liebsten Jackenschnitte neben McCalls 6996. Silvia ist „wuchtiger“ durch den Kragen und den Beleg, sie wirkt eher wie eine richtige Drüberziehjacke. Wie dick und wuchtig sie wirkt und auch wirklich ist, hängt jedoch vom Stoff ab. Ich nähe sie ohne Futter, ansonsten ohne Änderung.

Hier aus dem roten Wollstoff mit Taschen aus schwarzen Futter.

Beim Pudelstoff – danke Bele für den Namen – habe ich die Taschen weggelassen, weil ich etwas Sorge hatte, dass es zu sehr beulen. Diese Jacke ist dicker als die rote, dafür ist die rote wärmer und ich habe sie um ca 6 cm gekürzt.

Der Silvia Schnitt ist wirklich einfach zu nähen, die Beschreibung ist gut. Die Schultern sind überschnitten, so ist keine Anpassung nötig und trotzdem hängt sie nicht sackartig, das gefällt mir. Beide Jacken habe – noch- keine Knöpfe. Meine Cardis haben meist keinen Verschluss. Sollte er mir fehlen, würde ich auch diesen beiden einen Druckknopf spendieren.

Beide haben die perfekte Länge für Röcke und Hosen.

So jetzt habe ich aber wirklich genug Silvias, mittlerweile vier an der Zahl. Alle aus unterschiedlichen Stoffen und fast alle mit unterschiedlichen Längen. Ein sehr empfehlenswerter und wandelbarer Schnitt.

Von  beiden Stoffen hatte ich noch 1m Rest. Der rote rest wurde ein Rock, der Pudel eine Decke.

Noch mehr winterwarme Sachen gibt es wie jeden Mittwoch beim MeMadeMittwoch, den Dodo in einem wunderschönen Rock moderiert, mit passendem Jäckchen und ihrem wunderschönen Schmuck, um den ich sie immer sehr beneide.

Inari von Named Patterns als Wintervariante

Weil ich weiß, dass bei schwierigen Ereignissen im Leben Alltag, Rituale und Routine eine sehr heilsame Wirkung haben, werde ich allen schlechten Meldungen zum Trotz und aus Freude darüber, dass all meine Lieben in Berlin gute Schutzengel hatten, heute beim MMM mitmachen, weil auch dieses Mittwochstreffen für mich ein sehr schönes Ritual ist.
Zudem hat der MeMadeMittwoch und alle Menschen, die ich um ihn herum kennengelernt habe, mein Leben sehr verändert haben. Zum Positiven und das möchte ich hiermit auch würdigen. Ganz vorne dabei ist Claudia Buntekleider, die mein Nähleben noch bunter und abwechslungsreicher gemacht hat,  heute den MMM moderiert und wiedermal ein Kleid zeigt, ganz nach meinem Geschmack.
Auch wenn ich in letzter Zeit die unglaubliche Wirkung von niedergeschriebenen Worten mitbekommen habe, setze ich weiterhin auf diesen Austausch und diese Plattform. Wir haben es in der Hand.

So, jetzt aber zum Kleid.

Seitdem ich im Sommer eine wunderschöne Variante vom Inari Tee Dress von Named Patterns bei Paisley Pirouette gesehen habe, liegt der Schnitt ausgedruckt hier. Viel zu schnell kam dann aber der Herbst und mir fehlte irgendwie der passende Stoff. Im Adventskalender von Named gab es lange Ärmel zu dem Schnitt und die Langarmvarianten Variante würde dort aus Jersey genäht.

Aus Baumwoll-Poly-Falten-Jersey vom Maybachufer habe ich meine erste Langarmvarianten genäht und bin so begeistert, dass ich direkt eine zweite hinterher genäht habe. Der Jersey Stoff vom zweiten Kleid ist aber dünner und fällt nicht so schön. Eigentlichlich ist das Rückenteil auch länger als der Vorderteil, das ist auf em Fotot aber nicht zu erkennen, seltsam. Auch bekommt das Kleid bei zu dünnem Stoff zu schnell eine Nachthemd-Gefahr. Ich kann also dickeren Jersey für dieses Kleid empfehlen.

Beide Kleider habe ich komplett mit der Overlock genäht, die Säume und den Halsbeleg mit geradem Stich genäht. Damit ist der Ausschnitt nicht dehnbar, jedoch groß genug für den Kopf. Geändert habe ich nichts am Schnitt, ihn nur  um die Hüfte etwas weiter geschnitten – wie immer. Mit Unterkleid fällt und sitzt das Kleid besser.
So bin ich unverhofft zu einem bequemen Weihnachtskleid gekommen. Den Weihnachtskleid Sew Along mußte ich ja leider schwänzen, weil hier gerade zu viel los ist.

Kombinieren läßt sich das Kleid auch super mit meiner Silvia von Schnittchen Nummer zwei finde ich. Diesmal ohne Taschen genäht und verlängert aus Strickstoff von Alfatex.

Ein turbulentes Jahr geht zu Ende.
Wir sehen uns spätestens wieder am 11.1.2017, wenn es beim MeMadeMittwoch um die Lieblingskleidung 2016 geht oder am 15.1. beim Finale der Herzen vom Wintermantel Sew Along. Hoffe bis dahin hat endlich das dünnere Futter den Weg in meine Jacke gefunden.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinen vielen treuen und neuen Leser*innen bedanken, für eure netten Kommentare und Gedankenaustausche.
Ich wünsche euch ein Weihnachtsfest, wie ihr es gerne hättet, und ein friedliches, positives 2017.

Silvia von Schnittchen

Im Winter sind meine große Schwäche die Cardigans. Irgendwie fliegen mir dann immer neue Schnittmuster zu. Nein, ich kaufe sie, keine Bange. Aber ich gebe mich nicht mit einem guten Schnitt zufrieden, sondern probiere immer malwieder was Neues aus.

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So Silvia von Schnittchen eine Coatigan. Eine Mischung zwischen Jacke und Cardigan. Man kann sie mit und ohne Futter nähen, aus unterschiedlichen Materialein. Meine erste Variante ist aus schwarzem Romanit vom Maybachufer. Ungefüttert wie man gut sehen kann.

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Den Schalkragen mag ich besonders. Die Schnitt von Schnittchen sind gut erklärt und konstruiert. Ich frag mich immer, warum ich sie mehr auf englischsprachigen denn auf deutschen Blogs finde. Seltsam.

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Für Fotos von vorne war es einfach zu windig

Dazu einen Minirock aus Seawtshirtstoff und meine neueste Shirt Entdeckung,  ein Toaster No1 von Sew House Seven. Mittlerweile habe ich vier davon, in allen Farben, der Schnitt ist einfach toll.

Meine zweite Silvia Variante an der Puppe ist aus Strick, ohne Taschen genäht dafür verlängert. Ich mag es, wenn Schnitte wandelbar sind. Merke aber auch, dass ich immer mutiger werde mit der Zeit zu variieren und experimentieren

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In diesem Sinne wünsche ich euch einen schöne Mittwoch und verlinke natürlich noch zum MeMadeMittwoch den heute die allerliebste Wiebke moderiert. Ihre Jerseyblusen  finde ich ja immer wieder genial.

Halber Tellerrock und Jacke mit Schalkragen aus der Knip

Wie jeden Mittwoch zeigen sich auch heute wieder viele gut gekleidete Damen beim MeMadeMittwoch, heute moderiert von Meike in einem traumhaften Pepita-Kleid.

Und das ist mein Beitrag:

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Da wieder etwas kälter geworden ist, kann ich heute nochmal meinen halben Tellerrock aus Schottenkaro anziehen, inspiriert von Frau Kreuzberger Nähte und angefangen bei der AnNäherung. Der Schnitt ist von Schnittchen und heißt Jacky. Auch hier schonmal gezeigt. Der trägt sich wirklich klasse, ganz anderes Gefühl als die kürzeren und engeren Röcke, die ich sonst so habe. Er hat Taschen und meinen ersten richtigen nahtverdeckten Reissverschluss. Danke an Madamsel, sie hat mir gezeigt, wie man einen nahtverdeckten Reissverschluss einnäht.

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Dazu das Shirt Almeria von Schnittquelle aus Baumwolljersey  und die Jacke Nr 26 aus der Knip 2/14 aus Viscosejersey. Diese Knip hat sich wirklich gelohnt zu kaufen. Tolle Schnitte sind da drin.

So einen Schalkragen-Jacken-Schnitt habe ich echt lange gesucht. Der Schnitt ist in der Kniep eigentlich ca 20 cm länger. Ich hatte nicht genügend Stoff und habe ihn erstmal kürzer geschnitten. Die Länge ist super. Seitdem ich so viele Röcke trage, brauche ich für meine Zwiebelschichten eher kürzere Jacken. Der Schnitt ist klasse dazu. Werde ihn bestimmt nochmal nähen. Das Raffinierte: der Schalkragen wird unten breiter und zur Tasche. Das gefällt mir richtig gut.

Karorock Jacky von Schnittchen

Endlich habe ich ihn fertig:

den Rock Jacky, den ich bei der AnNäherung angefangen habe. Im letzten Jahr habe ich mich bei Wiebke in einen Tellerrock aus wunderschönem Schottenkaro verliebt. Da ich bisher ich noch keinen Tellerrock für mich genäht hatte und sehr gespannt war, ob mir der Schnitt überhaupt steht, habe ich  erstmal mit einem halben Teller angefangen und dazu den Schnitt Jacky von Schnittchen gewählt.

In Bielfeld wurde der Rock fast fertig. Jedoch erfuhr ich dort, dass man auch halbe Tellerröcke gut abhängen lassen muss: gesagt, getan. Dann haben die Wäscheklammern von Adventskalender auch außerhalb des Dezembers ne Verwendung.

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Und dass man für wirklich gerade Säume einen Rockabsäumer braucht. OK, hab ich jetzt auch!

Deshalb hat es etwas länger gedauert, aber hier ist er:

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Der Stoff ist ein Baumwolle-Viskose Mischung von Alfatex  – von November bis Februar in der Karnevalsabteilung, ansonsten in der regulären Stoffabteilung. 🙂 Ich habe ihn wie man sieht im schrägen Fadenlauf genäht.

Das Nähen war einfach, einzig bei den Taschen musste ich etwas geraderücken bis sie saßen. Den Saum habe ich mit einem Schrägband eingefasst.

Ja, ich finde den Rock sehr komfortabel zu tragen, nichts zwickt oder rutscht hoch – auch ohne Futter. Jedoch musste ich mich an den neuen Schnitt echt gewöhnen. Ich finde ihn nicht wirklich so figurumschmeichelnd. Betont er doch die Partien, die ich gern verstecke: Po und vor allem Hüfte. Oder meine ich das nur? Aber je öfter ich ihn anziehe umso lieber mag ich ihn.

Einen Sommerrock aus dem selben Schnitt und leichterem Stoff wird es bei mir bestimmt noch geben.

Und weil ich diesen Post am letzten Montag im Monat veröffentlicht habe und er eine echte Inspirationsquelle bei Frau Kreuzberger Nähte hatte, verlinke ich ihn noch schnell bei der tollen Aktion

von Frau Burow.