Endless Summer Tunic

Auf der Suche nach einem luftigen Sommerkleidschnitt wurde ich auf meiner MeMadeMay-Liste fündig.

Die Endless Summer tunic von A verb for keeping warm war mir im Mai in vielen verschiedenen Varianten und auch unterschieldichen Stoffen begegnet und ich habe mir am Sonntag kurzerhand den Schnitt als PDF gekauft. Sonntagabend war mein Probeteil fertig. Aus sehr schönem Viscosestoff vom Grabbeltisch. Der Stoff hat jedoch sehr viele Farbfehler und deshalb habe ich aus dem Kleid ein Oberteil gemacht, indem ich es abgeschnitten habe.

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Trotzdem war ich vom Schnitt begeistert und in meinem Fundus fand ich noch eine passende Viscose-Webware von the sweet mercerie. Er fällt toll und fühlt sich angenehm an, dafür knittert er wie Sau und wellte sich beim Nähen.

Und so entstand ein schönes luftiges Sommerkleid. Den Auschnitt finde ich sehr raffiniert, der Schnitt ist auch etwas für heiße Tage und für mich sogar gut zum Arbeiten geeignet, da der Ausschnitt ist nicht zu tief ist.

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Leider war das Wetter beim Shooting weniger sommerlich als der Name des Schnittes.

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Die Anleitung ist recht kurz und nicht bebildert. Bei girlwithasewingmachine fand ich schöne Detailbilder, die mir das Nähen sehr erleichterten.

Bei den Nähen habe ich echt mit der Fadenspannung gekäpft. Egal was ich machte, die Naht wellte sich immer wieder wieder nach dem Nähen. Trotz bügeln auch noch gut auf dem Foto zu sehen. Zum Schluss fand ich dann die beste Einstellung: Fadenspannung 2, große Nahtlänge. Da die Vordernaht aber eine der ersten war, ist sie weniger schön. Werde nochmal bügen und ziehen. Kennt ihr das von Viscose? So extrem habe ich das noch nie erlebt. Und bei meiner Maschine gibt´s eine automatische Fadenspannung, die funtkioniert eigentlich immer.

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Änderungen am Kleid: Seiten je 2cm schmaler, Armloch unten verkleinert, Saum begradigt und 15cm verlängert. Das Armloch ist mit einem Schrägband versäubert. Bestimmt hätte ich das Kleid auch eine Nummer kleiner nähen können. Die Größe wird allein durch den Brustumfang berechnet. Die Taschen habe ich wie immer weggelassen.

Fazit: ein Kleid, wie ich es gesucht habe. Es wird auf jeden Fall noch mehr Kleider nach diesem Schnitt hier geben.

Tja, und weil es dann diese Woche zu kalt ist für dieses Kleid alleine, zeige ich euch heute auch endlich mal meinen Sommerstrickmantel. Eine Esme aus braunem Woll/ Baumwoll-Strick vom Maybachufer.

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Beim MeMadeMittwoch zeigt  Sybille heute  leider nicht ihr Dottie Angel Frog, sondern Animalprint für regnerische Sommertage. Aber wie immer sieht sie fabelhaft aus. Mein Probe-Dottie-Angel-Frog zu dem Schnitt liegt hier auch schon zugeschnitten an der Nähmaschine.  Und was zeigen die anderen Damen? Etwas Sommerliches oder sind sie eher in warme Kleidung gehüllt?

Esme Nummer drei mit Schönheitsreparaturen

Ob sich ein Schnitt bei mir bewährt zeigt sich vor allen darin, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass dieses Kleidungsstück meinen Kleiderschrank auch mal von innen sieht.

Meine lila Esme durfte noch keine Nacht in diesem nächtigen und mit den anderen Jacken kuscheln oder sich zumindest austauschen. Sie wurde getragen, den ganzen Winter oder lag auf einem Sessel oder Stuhl um mal eben bei Bedarf übergeworfen zu werden. Damit das Jäckchen auch mal ne Pause bekommt und ich mal wieder ne schwarze Jacke hab, die doch auf mehr Kleidungsstücken richtig farblich passt, habe ich aus dickerem Strickstoff von Tandem, den mir Monika besorgt hat, noch eine Esme genäht. Diesmal kürzer, auch so wirkt sie noch sehr schön finde ich.

Mein Problem war, dass ich etwas zu wenig Stoff hatte. So musste ich das Bündchen gegen den Fadenlauf zuschneiden. Das gibt optisch einen schönen Effekt, nähtechnisch aber ne mittlere Kathastrophe.  Die Naht wellte sich wie verrückt mit der Overlock genäht. Also hab ich sie nochmal aufgemacht, indem ich sie abgeschnitten habe (die komplette Naht). Denn beim Auftrennen der Naht wäre ich gerantiert vor Ungeduld, Wut oder so gestorben, das war dann doch nicht wert.

Beim zweiten Mal habe ich das Bündchen mit der normalen Nähmaschine wellenfrei angenäht. Durch mein beherztes Abschneiden wurde das Bündchen etwas schmaler, was nicht stört aber klaffte sehr unschön auf, was sehr stört. Nachdem ich die Jacke ein paar Wochen getragen habe, konnte ich mich am Sonntag durchringen und die Nahtzugabe des Bündchens mit einer Handnaht am Vorderteil festheften. Das war ne gute Idee und hat sich gelohnt und gar nicht so lange gedauert, wie ich dachte.

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Hier seht ihr  die Naht genauer. Links hab ich die Nahtzugabe des Bündchens vorsichtig und von vorne unsichtbar schon ein Stück am Vorderteil angenäht.

Jetzt klafft die Jacke nicht mehr so unschön auf und darf auch mal außerhäusig ausgeführt werden.

2016-01-30_03-16-23Hier sieht man deutlich den Unterschied, links geheftet, rechts nicht.

Ja ich weiss, die Taschen klaffen bei dem Schnitt auch auf. Aber das stört mich weniger und fällt beim Tragen weniger auf als an der Puppe. Ich finde das macht sogar ein wenig den Reiz der Jacke aus.  Die äußere Taschenseite schneide ich oft aus Futterstoff zu, dann wird sie nicht so dick und zieht sich weniger runter.

2016-01-30_03-15-35Fürs Frühjahr plane ich noch eine Esme aus dickerem Strickstoff als richtigen Drüberzieh-Mantel. Wenn ich das Wetter hier so sehe, könnte ich sie schon mal zuschneiden.

Länger habe ich überlegt, ob diese kleine Banalität wirklch ein Blogpost wert ist. Aber im Leben machen oft die kleinen scheinbaren Banalitäten viel aus und auch beim Nähen ist das so. Eine Kleingkeit wird verändert und das genähte Stück ist endlich wunschgemäß.

2016-01-30_03-14-00Hier ein sehr aufgehelltes Foto.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schöne Samstag. Bei diesem Wetter (Dauerregen) kann man sich gut mit scheibaren Kleingkeiten beschäftigen.

Kuschel-Esme Max Cardigan

Bei Strickstoff gibt’s bei mir folgende Regel: Wenn ich einen finde, der schön ist, nicht kratzt und unter 8 Euro kostet, wird er gekauft. Denn es gibt recht selten schöne, bezahlbare Strickstoffe die nicht kratzen – finde ich.

Mit dieser Regel bin ich in letzer Zeit zu einige Stöffchen gekommen, die jetzt hier auf die Verarbeitung, meist zu Jacken, warten.

Bei dem Strickstoff, aus dem ich diese Esme genäht habe, war es ganz anders. Den habe ich vor zwei Wochen am Maybachufer in sehr netter Gesellschaft von Nastusha, Yvonne, Wiebke und Frau RohteDinge gesehe. Ich fand ihn schön, aber Lila ist so gar nicht meine Farbe und er sah so kratzig aus, dass ich ihn gar nicht erst angefasst habe. Als aber alle vier Frauen, die mich begleiteten, diesen Stoff kauften, konnt ich nicht wiederstehen.

IMG_3571IMG_3569Ich mußte zu meinem Erstauenen feststellen: er kratzt nicht. Und ich hab sogar ein paar Kleider gefunden, die dazu passen. Z.B.mein Gillian Wrap Dress . So habe ich diese Kombi gestern den Tag über getragen, zuhause beim Nähen, sehr gemütlich, aber auch wenn ich die Wohnung leider mal verlassen mußte, reicht sie bei 15 Grand als Jacke. Unter meinem Mantel  kommt Esme leider gefährlich weit aus raus, aber sie zu kürzen ist nicht drin. Der Charme der Jacke ist die Länge. Aus Strick gefällt sie mir aber wesentlich besser als meine erste aus Romanit.

IMG_3567Die Taschen hab ich zu einem Teil aus Futterstoff genäht, damit sie nicht so auftragen.

Damit die Taschenöffnung evtl. anders fällt, habe ich eine mit einer Quernaht versehen, die andere nicht. Ich finde die ohne fällt besser. Der Unterschied ist aber ganz klein.

Ich bin sehr gespannt, was die anderen Frauen aus dem Stoff zaubern. Vielleicht können die auch mehr zum Material sagen. In Materialkunde bin ich ja eher ganz schlecht. (Bele ich brauchen Nachhilfe)

Wirklich viel lila findet sich nicht in meinem Schrank, aber  am Samstag beim Nähbloggerinenntreffen konnte ich mehr durch Zufall, einige lila Stöffchen ergattern.

IMG_3573Ein Kleid und ein Rock wird es demnächst hier in lila geben. Diese Farbe habe ich schon ewig nicht mehr getrage, sie passt sehr zu meinen Nähanfängen.

Und was tragen heute so die anderen Damen beim MeMadeMittwoch? Nina trägt auf jeden Fall malwieder ein umwerfend schönes Kleid.

Esme gibt’s jetzt auch bei mir

Heute gibt es nur einen kurzen Besuch beim MeMadeMittwoch. Ich muss lange arbeiten, bin eigentlich krank und meine beiden Kleidungsstücke überzeugen mich  nicht so richtig.

IMG_3482Das ärmellose Kleid hab ich aus dem Rosa P Buch genäht schon im Januar. Da mir beim ersten Kleid nach dem Schnitt die Ärmel viel zu eng waren, und ich im Winter ärmellose Kleider mag, hab ich sie bei meinem zweiten Versuch einfach weggelassen. Der Romanit ist von Stoffe.de, schön gemusterte Romanit ist schwer zu finden. Deshalb fand ich es schade, dass er so schnell noppte.

IMG_3484Den Schnitt finde ich eigentlich ganz schön. Empire ist ja meins. Aber ein paar Dinge stören mich bei diesem einfachen Kleiderschnitt: die zu schmal geschnittenen Ärmel, die Brustabnäher sitzen bei mir 4 cm neben meiner Brust (hätte ich anpassen müssen) und auch der Armausschnitt ist etwas zu eng und wirft seltsame Falten. Schade.

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Dazu gibt’s eine neue Esme Jacke. Nach dem Hype von Wiebke, Sylvia, Monika und Dodo hab ich mich anstecken lasen und sie letzte Woche aus Romanit genäht, weil ich keinen passenden Stickstoff gefunden habe.

2015-10-20_10-22-02Abends habe ich das Teil dann in die Ecke gepfeffert. Ich dachte der Schnitt ist nix für mich und aus Romanit sieht er sehr nach Morgenmantel aus. Nachdem ich ihn jetzt ein paar mal anhatte (bisher nur zuhause)  bin ich etwas überzeugter von dem Schnitt. Die Jacke ist bequem, die Länge finde ich ungewöhnlich und doch sehr cool. Ich scheine einfach den falschen Stoff genommen zu haben.

IMG_3486Also gehe ich mal auf die Suche nach Strickstoff und dann geb ich Esme noch ne Chance. Ich bin ja nicht so….

Und wie jeden Mittwoch verlinke ich mich beim MeMadeMittwoch. Bei dem man auch schlechtsitzende, noppende und verunglücktel Kleidung zeigen darf oder sogar soll, denn davon können wir ja alle nur lernen, oder?

Und morgen schaue ich mir dann ganz in Ruhe das tolle Wickelkleid von Gastbloggerin Ella Mara an.