Morris Number two

Bei Sweat-Blazern gehen die Meinungen im Netz ja schwer auseinander. Von „tolle Alternative“ bis zu geht „Gar nicht!“ konnte ich alle Kommentare finden.

Ich mische mich da nicht ein und nähe lieber noch einen MorrisStoffe.de sponserte mir zu diesem Zweck zwei Romanit-Jerseys: einen blauen (den ich da gerade nicht finde) und einen roten.

Blau fehlt auf jedem Fall noch in meiner Sammlung. Deshalb stand der als erster auf der Liste.

IMG_3493Den Blazer hab ich wie schon beim lezten Mal in den Schultern um 2 cm verschmälert und die Ärmel verlängert. Da der Romanit dünner ist als der von meinem schwarzen Morris, habe ich ganz ordentlich die Belege mit Vlies bebügelt. Das macht Sinn. Bei dem dickeren war das nicht nötig, finde ich. Vor dem Fotografieren hätte ich auch noch ordenlich bügeln können, aber wir wollen ja mal nicht übertreiben am frühen Montagmorgen.

IMG_3497Und aus dem rotem, der in Echt um einiges dunkler und weniger grell ist, würde ich gerne auch noch einen Sweat-Blazer nähen. Bin mir jedoch nicht sicher, ob es wieder in Morris wird oder ein Lady Grace. Habt ihr Erfahrung mit dem Schnitt? Oder habt ihr noch andere Schnittempfehlungen für sogenannte Sweat-Blazer?

Gillian Wrapdress und Morris Blazer

Hier liegt doch glatt noch ein Wickelkleid, dass ich noch nicht gezeigt habe. Ein Gillian Wrapdress aus mir bisher etwas zu rotem Viscosejersey.
IMG_2905Aber da das Wetter ja so langsam Richtung Sommer geht, passt die Farbe auch mehr zum Wetter. Irgendwie mag ich so knallrote Sachen lieber anziehen, wenn die Sonne scheint. Kennt ihr das?
IMG_2908Da ich dem Wetter noch nicht so traue und gestern auch trotz angesagter 22 Grad den ganzen Tag gefroren habe, gibts dazu die Entdeckung des MeMadeMay15: Den Morris Blazer von Grainline Studio.
IMG_2899Er ist fast so bequem ist wie ne Cardigan und dabei fast so schick ist wie ein Blazer. Angesteckt mit dem Morris Virus haben mich ganz klar Sinje und Frau bunte Kleider. Bei beiden findet ihr ihn schon in verschiedenen Farben bzw weitere in Planung. Wenn man einmal angefangen hat mit dem Schnitt, will er sich vermehren im Schrank. Also Achtung., sagt nachher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

IMG_2902Seitdem ich ihn genäht habe und das ging auch dank der tollen Anleitung wirklich fix und unkompliziert, trage ich ihn fast täglich. Einzige Veränderung: Schultern um 2 cm verschmälert dafür Ärmel um 2 cm verlängert. Die 1,50m schwarzen Romanit, die hier im Vorrat lagen, reichten so gerade aus für dem Blazer.

IMG_2901Roter Romanit liegt hier schon für den nächsten. Einen blauen könnte ich sicher auch noch brauchen… soviel zum Thema Suchtcharakter.

Morris ist auf jedem Fall eine tolle Ergänzung in meiner Garderobe. Hatte etwas Bedenken, ob er zu Kleidern passt, da ich im Netz nur Fotos von ihm kombiniert mit Hosen gesehen habe. Aber, ich finde, er passt auch gut zu Röcken und Kleidern.
Was meint ihr?

Und weil heute wieder Mittwoch ist, schauen wir beim MeMadeMittwoch vorbei, den Dodo heute moderiert, auch noch ganz infiziert vom Wickelkleid Virus. Sie trägt meinen liebsten Schnitt in einer sehr schönen Uni-Variante.

Nähnerdflausch-Erinnerungskleid Vogue 9025

Mein neustes Kleid, dass ich euch heute vorstelle (leider auch nur mit Indoor-Fotos), ist ein Nähnerdflausch-Erinnerungskleid.

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Das Oberteil ist aus Romanit vom Maybachufer, den ich zusammen mit einigen netten Berlinerinnen einkaufen durfte, hier hab ich davon berichtet. Der Rock ist aus Romanit mir Pepitamuster. Den Stoff habe ich letztes Wochenende bei Fashion for designers eingekauft. Wir Kölner haben drei Tage Besuch bekommen von einigen Bielefeldern Nähnerds und Monika aus dem Süden. Wie wir am Samstag des Showroom von Fashion for designers unsicher gemacht haben, wurde auch schon hier und hier und hier berichtet.

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Wenn ich das Kleid also anziehe, erinnere ich mich noch mal besonders an die sehr schönen Begegnungen, die unsere manchmal doch etwas verrückte Community so hervorbringt.

Der Schnitt ist mein neuster Vogue-Schnitt: V9025. Ich war auf der Suche nach einem sehr gut abwandelbaren Standartschnitt. Ein Etuikleid mit Prinzessnähten, weitem oder engem Rock. Das Kleid sollte mit und ohne Ärmel gut aussehen. Meine erste (es ist eigentlich das zweite, das Probekleid zeige ich später mal) Variaten ist ohne Ärmel, damit ich verschiedene Shirts drunterziehen kann. Der Rockansatz sitzt bei diesem Kleid nicht in der Taille sondern hüftig und verlängert so optisch den Oberkörper, mal was Anderes fand ich.

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Änderungen: ich habe es um ca 15cm gekürzt und den Ausschnitt vergrößert. Das Rockteil ist verschmälert und statt aus acht nur aus zwei  Teilen geschnitten. Bei dem Muster fand ich das passender.

Die Kombination der beiden Stoffe war erstmal nicht meine Idee. Brigitte, eine Kölner Näherin, die nicht bloggt dafür aber tolle Kleider näht, gab mir beim Im-Stoff-Schwelgen diesen Tipp. Vielen Dank noch mal an Brigitte an dieser Stelle.

Der rote Romanit war eigentlich ein Überbleibsel von meinem neusten Blazer. So neu, dass die Knöpfe noch fehlen. Ich zeige ihn euch trotzdem mal, denn er passt wunderbar zum Kleid.
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Der Romanit ist wenig polylastich, etwas dünner als normaler Romanit und fällt sehr schön. Leider kann ich mich nichtmehr erinnern, an welchem Stand ich ihn gekauft habe, sonst würde ich versuchen noch ein paar andere Farben in Berlin nachzuordern.

Mit dem Blazer wird die Kombi ein wenig Business chic. Ist gut so, sowas hab ich nämlich eher selten. Der Schnitt ist aus der Meine Nähmode plus 1/14. In Gr 42 passt er wunderbar. Es waren keine Anpassungen nötig. Die beiden Vorderteile sind gleich lang, auch wenn es auf dem Foto etwas anders wirkt.

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Jetzt freu ich mich auf die anderen selbstgemachten Kreationen, die beim MMM zu finden sind. Und ganz besonders auf die heutige Gastbloggerin Nastjusha. Ihr blog Minervals pool ist einer meiner am liebsten gelesenen blogs, seitdem ich sie beim Stoffwechsel entdeckt habe.