Tasche Fold over

Die 5. AnNäherung, ein Nähwochenende in Bielefeld, liegt schon 10 Tage zurück. Es war wie immer ein großes Treffen netter Näherinnen, ein unglaublicher Austausch von Nähtipps und Schnittmusterideen und ein wunderbares Wochenende, diesmal sogar mit Jubiläumstorte.

Ich hab mich entscheiden, die drei Dinge , die ich dort genäht habe in einzelnen Blogbeiträgen vorzustellen . Und ich fange mal beim Sonntagsprojekt an.
Für den Sonntag beim Nähwochenende nehme ich mir mittlerweile immer ein leichtes Projekt mit, das man auch mit sehr wenig Schlaf und Konzentration nähen kann. Macht Sinn, ich hab da Erfahrung.

Ich brauche dringend eine neue Tasche für den Alltag und der Schnitt  FoldOver von Hansedeli liegt hier zu diesem Zweck schon länger herum.

Die Tasche ist wirklich schnell zu nähen, wenn man etwas Erfahung im Taschennähen hat. Sie ist gut konstruiert und erklärt.

 

Ich wollte keine dreigeteilte Tasche haben und habe die Schnittmusterteile einfach zusammengelegt und als großes Teil zugeschnitten. Der Außenstoff ist Kunstleder aus Bielefeld.

Innen habe ich meine liebste Innentaschenkonstruktion (ich glaube von Machwerk) reingenäht.

Eine Zusatztasche von außen zugänglich, ein Zusatzmodul, finde ich klasse.

Und wie immer nehme ich meinen selbegenähten Gurt aus Autogurt. Der zerstört keine Jerseykleider indem er hässliche Noppen hinterläßt.

 

Da habe ich zwei von, die von Tasche zu Tasche wandern: einen für den Alltag, den anderen für meine Arbeitstasche.

Die Ecken am Reißverschluss gefallen mir sehr, so sauber habe ich selten einen Reissverschluss eingenäht.

Leider musste ich feststellen, dass diese Tasche für mich zu klein ist. Obwohl ich sie schon um einige cm verlängert habe, damit A4 gut reinpasst, hatte ich in den letzten Tagen, wenn ich sie dabei hatte, immer den Eindruck, alles was sich so im Laufe des Tages ansammet, passt nicht rein. Das liegt aber weniger an der Tasche als an mir.

Ausserdem habe ich festgestellt, dass ich in meinen Taschen gerne rumsuche, wenn ich sie umgehängt habe. Dabei ist diese überhängende Klappe leider eher hinderlich. Sehr , sehr schade.

Mein Fazit, die Tasche ist schön, aber nicht so ganz mein Fall. Mal sehen wie ich das Problem löse. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Erinnerungsquilt

Mein große Tochter hat sich heute auf den Weg nach Indien gemacht, um dort ein Jahr als Freiwillige in einem sozialen Projekt zu arbeiten.

Und damit sie etwas hat, das sie an die Menschen und Erlebnisse zuhause erinnert, habe ich ihr einen Erinnerungsquilt genäht.  Die Idee kam mir, als ich diesen tollen Quilt aus Erinnerungspullis bei Frau Küstensocke gesehen habe.

Die darin verarbeiteten bunten Stoffe finde man alle in unserem Haushalt wieder:

Ihren ersten Bettbezug, den ich damals auch selbst genäht habe, unseren Adventskalender, Kissenbezüge, Karnevalskostüme, Taschen, Sofadecke, Hemd und Schlafanzughosen vom Papa, Kulturbeutel, Kissen und Mäppchen von der Schwester, eine alt Jeans, Kleider und Röcke von mir. Den weißen Leinenstoff habe ich von meiner Patentante geerbt.

 

Die Rückseite ist nach Wunsch des Kindes ein dunkelroter Baumwollstoff aus Maastricht. Beim Quilten habe ich mal ein paar Quiltstiche auf meiner Nähmaschine ausprobiert.

Die Decke ist ungefüttert. In Indien ist es warm und so kann man sie klein zusammenfalten und sie passte gut in den Rucksack.

Genäht habe ich einen Großsteil der Decke im November/Dezember, als das Kind ein Praktikum in Berlin machte. Lustiger und dankenswerterweise hat sie in der Zeit bei Flohstiche gewohnt, die mir auch bei der Planung des Quilts geholfen hat. Zudem durfte ich auch ein Wochenende bei ihr Gast sein und ihre unglaublich vielen schönen Quilts bewundern (und drunter schlafen). Und mit Frau Nahzugabe, die gerade ein Buch schreibt zum Thema, durfte ich an besagtem Wochenende auch noch etwas fachsimpeln. Mal wieder ein tolles Gemeinschanschaftsprojekt. Vielen Dank.

Und einen kleinen Gruß von mir habe ich auch noch versteckt, den hat sie noch nicht entdeckt 😉

Möge die Decke sie erinnern und beschützen.

 

Liebling 2017

Heute beginnt das neue Jahr beim MeMadeMittwoch mit dem Lieblingsstück 2017. Da musste ich gar nicht lange nachdenken. Drei Schnitte waren 2017 ganz klar meine Favoriten, alle wurden viele Male genäht und getragen:

Inari Tee Dress von Named Patterns

genäht aus Webwareund aus Jersey

Das Knotenkleid Amelie von Pattydoo

im Sommer

und im Winter

Und mein liebster Jackenschnitt Mc Calls 6996

eine verlängerte Variante zusammen mit Inari in Stockholm

in kurz passt sie zum Rock

und zu Hosen

Acht Jacken  habe ich dieses Jahr nach diesem Schnitt genäht, unglaublich.

Eine ganz besondere Jacke nach dem Schnitt ist eine aus Spitzenstoff. Extra genäht, damit ich meine Lieblings-Inair-Sommerkleider auch bei schickeren Veranstaltungen im Winter tragen kann. Sollte es heute mal Licht geben, werde ich versuchen ein Foto nachzureichen.

2017 hatte ich gefühlt weniger Zeit zum Nähen. Deshalb kamen bei mir nur schnelle, umkomplizierte Schnitte unter die Nähmaschine. Diese drei gehören auf jeden Fall zu dieser Kategorie. Ist nicht immer die schlechteste Wahl, wie man sieht.

Ich freu mich auf ein neues gemeinsames Nähjahr und bin sehr gespannt, was es  so Neues und Kreatives für uns auf Lager hat.

Neu ist auf jeden Fall, dass es den MeMadeMittwoch jetzt monatlich statt wöchentlich geben wird. Das spornt ich auf jeden Fall an, wieder regelmäßiger dabei zu sein. Und das Eliane Dress, dass bunte Kleider zeigt, die Frau mit dem großen Herzen, das kann ich auf jeden Fall bestätigen, steht auf jeden Fall auf meiner Wunschliste  für 2018.